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Cloud Landing Zone

Standard-Setup für Cloud-Konten, Netz, Security, Logging und Policies.

Eine Cloud Landing Zone ist ein standardisiertes, wiederholbares Grund-Setup für Ihre Cloud-Umgebung – inklusive Konten/Subscriptions, Netzwerk, Identitäten, Security-Baselines, Logging/Monitoring, Rollen & Berechtigungen sowie zentralen Policies. Ziel ist, dass neue Workloads (z. B. ein ERP-System, eine Datenplattform oder eine KI-Anwendung) schnell und kontrolliert in der Cloud starten können, ohne jedes Mal „bei null“ zu beginnen.

Was bedeutet „Cloud Landing Zone“?

Der Begriff kommt aus der Idee einer „Landezone“: Bevor Anwendungen in der Cloud „landen“, gibt es eine vorbereitete, sichere und gut verwaltbare Umgebung. Für Geschäftsführer ist das vor allem ein Strategiethema: Eine Landing Zone reduziert Risiken, beschleunigt Projekte und macht Cloud-Kosten sowie Verantwortlichkeiten transparenter.

Wie funktioniert eine Cloud Landing Zone? (typischer Aufbau)

  • Konten- & Organisationsstruktur: Trennung von Umgebungen (z. B. Produktion, Test, Entwicklung) und Teams, klare Namenskonventionen und Abrechnungszuordnung (Cost Center/Tags).
  • Identity & Access Management: Rollenmodelle (Admin, Dev, Read-only), Prinzip „Least Privilege“, Multi-Faktor-Authentifizierung, ggf. Single Sign-on.
  • Netzwerk-Basis: Standard-VPC/VNet, Subnetze, Routing, Firewalls/Security Groups, ggf. VPN/ExpressRoute/Direct Connect zum Büro oder Rechenzentrum.
  • Security-Guardrails: Baseline-Konfigurationen (z. B. Verschlüsselung, sichere Defaults), Schwachstellen-Scanning, zentrale Schlüsselverwaltung und Secrets-Handling.
  • Logging, Monitoring & Audit: Zentrale Protokollierung (wer hat was getan?), Metriken/Alarme, Aufbewahrungsfristen und Auswertbarkeit für Security und Betrieb.
  • Policies & Compliance: Richtlinien, die Fehlkonfigurationen verhindern (z. B. „keine öffentlichen Storage-Buckets“, „nur Regionen in der EU“ – wichtig für Data Residency und Datenschutz).
  • Automatisierung (Infrastructure as Code): Die Landing Zone wird als Vorlage ausgerollt, damit neue Projekte reproduzierbar und versionierbar entstehen.

Warum ist eine Cloud Landing Zone wichtig – gerade für kleine Unternehmen?

Ohne Landing Zone wächst eine Cloud oft „organisch“: Jeder legt Ressourcen anders an, Berechtigungen werden zu breit vergeben, Logs fehlen, Kosten sind schwer zuzuordnen. Eine Landing Zone schafft Leitplanken, damit Cloud-Nutzung skalierbar bleibt – auch wenn mehrere Dienstleister, Teams oder neue Standorte dazukommen.

Beispiel aus der Praxis

Sie möchten eine neue KI-gestützte Kundenservice-Lösung einführen (z. B. mit ChatGPT oder Generative KI (Generative AI)) und dafür Daten, APIs und ein Frontend in der Cloud betreiben. Mit einer Landing Zone sind Rollen, Netzwerkzugänge, Logging und Sicherheitsrichtlinien bereits definiert. Das Projektteam kann sich auf den Use Case konzentrieren statt auf Grundsatzfragen wie „Wo liegen Logs?“, „Wer darf produktiv deployen?“ oder „Welche Regionen sind erlaubt?“.

Was kostet eine Cloud Landing Zone?

Die Kosten hängen stark von Cloud-Provider, Sicherheitsanforderungen, Automatisierungsgrad und bestehender IT ab. Typische Kostentreiber sind Design/Implementierung (Beratung & Engineering), zentrale Logging/Monitoring-Services sowie Netzwerk-Anbindung (VPN/Leitungen). Für kleine Unternehmen lohnt sich oft ein schlanker Start (MVP-Landing-Zone) mit späterer Erweiterung.