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Connectors

Fertige Schnittstellen zu Tools/Quellen (CRM, ERP, Mail, Drive, DB).

Connectors (Daten-Connectoren) sind fertige Schnittstellen zu Tools und Datenquellen – z. B. CRM, ERP, E-Mail, Cloud-Drive oder Datenbanken. Sie verbinden Systeme ohne individuelle Programmierung (oder mit deutlich weniger Aufwand) und machen Daten sowie Aktionen in Automatisierungen und Workflows direkt nutzbar.

Was bedeutet „Connector“ im Automatisierungs-Kontext?

Ein Connector ist ein vorgefertigtes Integrations-Modul, das die technische Anbindung an ein bestimmtes System kapselt: Authentifizierung (z. B. OAuth), API-Aufrufe, Datenfelder, typische Trigger und Aktionen. Statt eine API selbst zu verstehen, zu testen und zu warten, nutzt du den Connector als „Adapter“, der Standardfälle bereits abdeckt.

Wie funktionieren Connectors?

In der Praxis arbeiten Connectors meist nach dem Muster „Trigger → Daten abholen/transformieren → Aktion ausführen“. Viele Workflow-Tools (z. B. n8n oder iPaaS-Plattformen) liefern dafür eine Bibliothek an Connectors mit. Typische Schritte:

  • 1) Verbindung herstellen: Konto verbinden, Berechtigungen vergeben, Token speichern.
  • 2) Trigger wählen: z. B. „Neuer Lead im CRM“, „Neue E-Mail“, „Neue Datei in Drive“.
  • 3) Daten mappen: Felder zuordnen (z. B. E-Mail → Kontakt, Betrag → Rechnung).
  • 4) Aktionen ausführen: Datensatz anlegen/aktualisieren, Nachricht senden, Datei verschieben, DB-Query ausführen.
  • 5) Fehlerhandling: Retries, Rate-Limits, Dead-Letter/Fehlerpfade, Logging.

Beispiele: Wofür braucht ein wachsendes KMU Connectors?

Connectors sind besonders wertvoll, wenn manuelle Übergaben zwischen Teams nicht mehr skalieren. Beispiele:

  • Sales → Finance: „Deal gewonnen“ im CRM triggert das Erstellen einer Rechnung im ERP und legt den Kundenordner im Drive an.
  • Support → Produkt: Neue Support-Tickets werden kategorisiert und als Aufgaben in einem Projekttool angelegt; Status-Updates gehen zurück an den Kunden.
  • Marketing → Vertrieb: Webinar-Anmeldungen fließen ins CRM, Leads werden angereichert und automatisch an die richtige Pipeline-Stufe übergeben.

Warum sind Connectors wichtig?

Sie reduzieren Integrationsaufwand, beschleunigen Umsetzung und senken Wartungskosten. Gleichzeitig erhöhen sie Prozessqualität: weniger Copy-Paste, weniger Medienbrüche, konsistentere Daten. In Kombination mit Automatisierung (Automation) werden Connectors zum „Klebstoff“ zwischen deinen Systemen – und damit zur Grundlage für skalierbare Abläufe.

Worauf solltest du bei Connectors achten?

  • Abdeckung: Unterstützt der Connector die benötigten Trigger/Aktionen oder nur Basisfunktionen?
  • Datenmodell: Gibt es Limits bei Feldern, Anhängen, Custom Properties?
  • Sicherheit & Rechte: Token-Handling, Rollen, Audit-Logs, Datenschutz (DSGVO/GDPR) & KI.
  • Zuverlässigkeit: Rate-Limits, Retries, Monitoring, SLA/SLO.
  • Vendor Lock-in: Wie leicht kannst du Workflows/Integrationen migrieren (Stichwort Vendor Lock-in (Anbieterbindung))?

Connectors vs. API, Webhooks und ETL

Ein Connector nutzt meist eine API unter der Haube, ist aber „produktisiert“ (UI, Mapping, Standard-Use-Cases). Webhooks sind oft ein Trigger-Mechanismus (Event-Push), während ETL/ELT eher auf Datenpipelines und Analytics zielt. Für operative Workflows im Alltag sind Connectors meist der schnellste Weg – bis es sehr individuell wird, dann lohnt sich ggf. eine eigene API-Integration.