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Consent Management Platform (CMP)

Verwaltet Website-Einwilligungen (Cookies/Tracking) DSGVO-konform.

Eine Consent Management Platform (CMP) ist ein Tool, das die Einwilligungen von Website-Besuchern für Cookies und Tracking (z. B. Analyse- oder Marketing-Tools) einsammelt, speichert und an andere Systeme weitergibt – damit das Ganze DSGVO-konform passiert. Praktisch ist das die „Schaltzentrale“ für Ihren Cookie-Banner: Ohne Zustimmung werden nur technisch notwendige Cookies gesetzt, mit Zustimmung dürfen weitere Dienste aktiv werden.

Was bedeutet CMP (Consent Management Platform)?

CMP steht für „Consent Management Platform“, auf Deutsch meist „Einwilligungsmanagement-Plattform“. Gemeint ist Software, die festlegt, welche Datenverarbeitung auf Ihrer Website erlaubt ist – abhängig davon, was der Nutzer aktiv auswählt (z. B. „Statistik ja, Marketing nein“).

Wie funktioniert eine Consent Management Platform (CMP)?

  • 1) Dienste erkennen & kategorisieren: Die CMP listet Cookies/Tracker (z. B. Webanalyse, Ads, eingebettete Videos) und ordnet sie Kategorien zu.
  • 2) Banner/Pop-up anzeigen: Besucher sehen eine Auswahl (Akzeptieren, Ablehnen, Einstellungen) mit verständlichen Infos.
  • 3) Einwilligung einholen: Nur wenn der Nutzer aktiv zustimmt, werden nicht-notwendige Tools geladen (Opt-in).
  • 4) Entscheidung dokumentieren: Die CMP speichert Nachweise (Zeitpunkt, Version des Textes, Auswahl) als Audit-Trail.
  • 5) Signale an Tools weitergeben: Analyse- und Marketing-Tags werden je nach Auswahl blockiert oder freigeschaltet (z. B. über Tag Manager).
  • 6) Einwilligung änderbar machen: Nutzer können ihre Auswahl später über einen Link („Cookie-Einstellungen“) anpassen oder widerrufen.

Wofür brauchen KMU ohne IT-Abteilung eine CMP?

Gerade kleinere Unternehmen nutzen oft Website-Baukästen oder ein CMS und binden schnell Tools ein (Analytics, Chat-Widgets, Social-Media-Pixel). Eine CMP hilft Ihnen, das ohne tiefes Technik-Know-how sauber zu steuern:

  • DSGVO-Risiken reduzieren: Sie vermeiden, dass Marketing- oder Tracking-Cookies „einfach so“ gesetzt werden.
  • Vertrauen erhöhen: Transparente Auswahlmöglichkeiten wirken seriös und kundenfreundlich.
  • Marketing & Analyse sauber trennen: Sie sehen klar, wofür Nutzer zugestimmt haben – wichtig für belastbare Daten.
  • Nachweispflicht erfüllen: Bei Rückfragen (z. B. von Datenschutzbeauftragten oder Behörden) können Sie Einwilligungen belegen.

Warum ist eine CMP wichtig (auch für CRM/Marketing-Setups)?

Viele KMU verbinden Website-Leads mit CRM- oder Marketing-Tools. Wenn Tracking und Conversion-Messung ohne gültige Einwilligung laufen, drohen rechtliche Probleme und im Zweifel unbrauchbare Daten. Eine CMP sorgt dafür, dass nur die erlaubten Datenpunkte in Ihre Systeme fließen – ein wichtiger Baustein für Datenschutz (DSGVO/GDPR) & KI und professionelles Consent Management (Einwilligungsmanagement).

Was kostet eine Consent Management Platform (CMP)?

Die Kosten hängen von Traffic, Funktionsumfang und Anzahl der Domains ab. Für kleine Websites starten viele CMPs grob ab ca. 10–30 € pro Monat; bei mehreren Domains, hohen Besucherzahlen, A/B-Testing, IAB-TCF-Support oder erweiterten Reports kann es deutlich mehr werden. Entscheidend ist auch, wie viel „Setup-Service“ (Scanner, Vorlagen, Support) Sie brauchen.

Beispiel aus der Praxis

Sie betreiben eine Handwerks-Website und nutzen Webanalyse sowie ein Meta-/Google-Conversion-Tag. Mit CMP werden diese Tags erst geladen, wenn der Besucher „Statistik“ bzw. „Marketing“ aktiv erlaubt. Lehnt er ab, funktioniert die Seite trotzdem – nur ohne das zusätzliche Tracking. So bleibt Ihr Setup rechtssicherer und nachvollziehbar.