CPQ (Configure, Price, Quote)
CPQ (Configure, Price, Quote) ist eine Software-Funktion (oft im CRM oder ERP), die Verkaufsangebote automatisch erstellt: Sie hilft beim Konfigurieren eines Produkts oder Pakets, berechnet passende Preise nach Regeln und Rabatten und erzeugt daraus ein fertiges Angebot (Quote). Das reduziert Fehler, spart Zeit und sorgt für einheitliche, professionelle Angebote.
Was bedeutet CPQ (Configure, Price, Quote)?
CPQ steht für Configure (Konfigurieren), Price (Preisfindung) und Quote (Angebot). Gemeint ist ein regelbasiertes System, das aus wenigen Eingaben (z. B. Produkt, Menge, Laufzeit, Service-Level) automatisch eine korrekte, verkaufsfähige Angebotsversion erstellt – inklusive Positionen, Rabatten, Steuern und optionalen Zusatzleistungen.
Wie funktioniert CPQ in der Praxis?
- 1) Konfiguration: Der Vertrieb wählt Produkt/Service aus und beantwortet geführte Fragen (z. B. „Welche Variante?“, „Welche Laufzeit?“, „Welche Zusatzmodule?“). Das System verhindert unzulässige Kombinationen („geht nicht zusammen“) und schlägt sinnvolle Upgrades vor.
- 2) Preislogik: CPQ berechnet Preise automatisch anhand von Preislisten, Staffelpreisen, Vertragslaufzeiten, Kundengruppen, Marge, Rabatten und Freigaberegeln (z. B. „Rabatt > 15% braucht Genehmigung“).
- 3) Angebotserstellung: Aus der Konfiguration entsteht ein Angebot als PDF/Online-Link mit Layout, AGB-Textbausteinen, Gültigkeit, Lieferzeiten und optional E-Signatur. Häufig wird das direkt im CRM am Deal gespeichert.
- 4) Übergabe an ERP/Abrechnung: Nach Annahme können Positionen automatisch an ERP, Warenwirtschaft oder Billing übergeben werden – weniger Doppelerfassung.
Wofür brauchen KMU CPQ – besonders ohne IT-Abteilung?
KMU profitieren, wenn Angebote bisher „per Excel“ gebaut werden, Wissen nur bei einzelnen Mitarbeitenden liegt oder viele Varianten/Preisregeln existieren. CPQ macht den Prozess wiederholbar und „idiotensicher“: Neue Teammitglieder erstellen schneller korrekte Angebote, und die Geschäftsleitung behält Kontrolle über Rabatte und Margen – ohne jedes Angebot manuell zu prüfen.
Typische Beispiele
- SaaS/IT-Services: Nutzeranzahl + Module + Laufzeit + Onboarding + Support-Paket → CPQ erstellt ein sauberes Angebot mit monatlichen/jährlichen Preisen.
- Handel/Produktion: Produktvariante + Zubehör + Lieferoptionen → CPQ verhindert falsche Kombinationen und nutzt automatisch die richtige Preisliste.
- Agenturen: Paket (z. B. Website) + Zusatzleistungen (SEO, Wartung) + Stundenkontingent → CPQ kalkuliert Paketpreise und wiederkehrende Retainer.
Warum ist CPQ wichtig?
- Schnellere Angebotszeiten: Weniger manuelle Kalkulation, weniger Rückfragen.
- Weniger Fehler: Regeln verhindern falsche Produkte, falsche Preise oder vergessene Positionen.
- Mehr Abschlussquote: Angebote kommen schneller, sind konsistenter und leichter vergleichbar.
- Governance im Vertrieb: Rabatt- und Freigabeprozesse sind eingebaut; das schützt Marge.
Was kostet CPQ?
Die Kosten hängen stark davon ab, ob CPQ als Modul im bestehenden CRM/ERP enthalten ist oder als eigenständige Lösung eingeführt wird. Typisch sind monatliche Lizenzkosten pro Nutzer plus Einrichtung (Preislisten, Produktregeln, Vorlagen, Freigaben). Für KMU sind vor allem Komplexität (Anzahl Varianten/Regeln) und Integrationen die größten Kostentreiber.
Tipp: Wenn ihr viele Regeln habt, lohnt sich oft eine schlanke Automatisierung rund um CPQ (z. B. Freigaben, PDF-Versand, Ablage) mit Automatisierung (Automation) oder Tools wie n8n.