CAllgemein

Customer Journey (Kundenreise)

Alle Schritte vom Erstkontakt bis Kauf und Support – messbar im CRM.

Die Customer Journey (Kundenreise) beschreibt alle Schritte, die eine Person vom ersten Kontakt mit Ihrem Unternehmen bis zum Kauf – und darüber hinaus bis Support, Wiederkauf oder Empfehlung – durchläuft. In CRM- und Business-Software wird diese Reise als messbare Abfolge von Touchpoints (z. B. Website, E-Mail, Telefon, Angebot, Rechnung, Ticket) dokumentiert, damit Sie Marketing, Vertrieb und Service gezielt verbessern können.

Was bedeutet „Customer Journey“ konkret?

„Customer Journey“ bedeutet wörtlich die „Reise“ Ihrer Kundinnen und Kunden. Gemeint ist nicht nur der Kaufmoment, sondern der gesamte Entscheidungsprozess: Wie wird jemand auf Sie aufmerksam, welche Fragen tauchen auf, welche Hürden bremsen, und was sorgt am Ende für Vertrauen? Für KMU ohne IT-Abteilung ist das besonders hilfreich, weil Sie so nicht „aus dem Bauch heraus“ optimieren, sondern anhand von Daten aus CRM, CMS, Shop, Telefonanlage oder Support-Tool.

Wie funktioniert die Customer Journey in CRM/ERP/CMS?

In der Praxis legen Sie die Journey als Phasen und messbare Ereignisse an. Typisch (vereinfacht) sind:

  • 1) Aufmerksamkeit (Awareness): Erstkontakt über Google, Social Media, Empfehlung oder Messe. Messbar z. B. über Website-Formular, Tracking-Parameter, Newsletter-Anmeldung.
  • 2) Interesse (Consideration): Die Person liest Inhalte, lädt ein PDF, fragt an oder bittet um Rückruf. Im CRM entsteht ein Lead mit Quelle, Bedarf und Notizen.
  • 3) Entscheidung (Conversion): Angebot, Nachfassen, Verhandlung, Auftrag. Das CRM zeigt Status (Pipeline), nächste Aufgabe und Wahrscheinlichkeit.
  • 4) Umsetzung & Abrechnung: Übergabe an Projekt/Service, Rechnung aus dem ERP, Lieferscheine, Zahlungsstatus.
  • 5) Betreuung (Retention): Support-Tickets, Wartung, Upsell/Cross-Sell, Zufriedenheitsumfragen, Bewertungen.

Wichtig: Eine Journey ist selten linear. Kunden springen zwischen Kanälen (z. B. Website → Anruf → E-Mail → Angebot). Genau hier hilft ein CRM, weil es Interaktionen zentral zusammenführt.

Warum ist die Customer Journey wichtig (gerade für KMU)?

  • Mehr Abschlüsse mit weniger Aufwand: Sie erkennen, wo Leads „hängen bleiben“ (z. B. Angebot wird nicht geöffnet, Rückruf fehlt).
  • Bessere Kundenerfahrung: Vertrieb und Support sehen den Kontext (Was wurde schon besprochen? Welche Produkte wurden gekauft?).
  • Planbare Prozesse: Standardisierte Schritte (Tasks, Erinnerungen, Vorlagen) reduzieren Chaos im Tagesgeschäft.
  • Messbarkeit & ROI: Sie sehen, welche Kanäle wirklich Umsatz bringen – nicht nur Klicks.

Beispiel aus dem Alltag

Ein Handwerksbetrieb bekommt eine Anfrage über die Website. Das CRM erstellt automatisch einen Lead, vergibt ihn an eine Person, setzt eine Aufgabe „Rückruf in 2 Stunden“, erstellt später ein Angebot und markiert nach Zusage den Auftrag. Nach Abschluss startet eine automatisierte E-Mail mit Bitte um Bewertung und ein Reminder für Wartung in 12 Monaten.

Was kostet Customer-Journey-Tracking?

Die „Customer Journey“ selbst ist ein Konzept – Kosten entstehen durch Tools und Umsetzung. Viele CRM-Systeme starten bei ca. 15–50 € pro Nutzer/Monat, dazu kommen ggf. E-Mail-Marketing, Formular-Tools oder Automatisierung (z. B. Automatisierung (Automation)). Entscheidend sind Integrationen, Datenqualität und wie konsequent Ihr Team die Schritte im CRM pflegt.