Data Validation (Datenvalidierung)
Data Validation (Datenvalidierung) sind automatische Prüfregeln, die Daten beim Erfassen, Importieren oder Verarbeiten auf Fehler prüfen und fehlerhafte Datensätze stoppen, korrigieren oder markieren. Ziel ist, dass Reports, Dashboards und Automatisierungen nur mit plausiblen, vollständigen und konsistenten Daten arbeiten – damit Entscheidungen nicht auf „Zahlenmüll“ basieren.
Was bedeutet Data Validation (Datenvalidierung)?
„Validation“ heißt sinngemäß „Gültigkeitsprüfung“. In der Praxis bedeutet das: Sie definieren Regeln (z. B. „Datum muss im Format YYYY-MM-DD sein“ oder „Umsatz darf nicht negativ sein“) und lassen diese Regeln automatisch auf eingehende Daten anwenden. Data Validation ist damit ein zentraler Baustein von Datenqualität – besonders, wenn Daten aus mehreren Quellen (Shop, CRM, Buchhaltung) zusammenlaufen.
Wie funktioniert Data Validation (Datenvalidierung)?
Typischerweise läuft Datenvalidierung als Teil von ETL/ELT- oder Reporting-Prozessen und greift an mehreren Stellen:
- 1) Regel definieren: z. B. Datentyp, Wertebereich, Pflichtfeld, Eindeutigkeit, Referenz auf Stammdaten.
- 2) Prüfung ausführen: beim Eingeben (Formular), beim Import (CSV/API) oder in der Pipeline.
- 3) Reaktion festlegen: Datensatz ablehnen, in Quarantäne schieben, automatisch korrigieren (z. B. Leerzeichen trimmen), oder als Warnung protokollieren.
- 4) Transparenz schaffen: Fehlerquote messen, Ursachen analysieren, Verantwortlichkeiten klären (Fachbereich vs. IT).
Typische Validierungsregeln (mit KMU-Beispielen)
- Format-/Typprüfung: Postleitzahl ist fünfstellig, E-Mail enthält „@“. Beispiel: Newsletter-Anmeldungen ohne gültige E-Mail werden nicht ins CRM übernommen.
- Pflichtfelder: Kunde, Rechnungsdatum, Produkt-ID dürfen nicht leer sein. Beispiel: Rechnungsimporte ohne Belegdatum werden gestoppt, damit die Buchhaltung nicht nacharbeiten muss.
- Wertebereiche & Plausibilität: Rabatt zwischen 0–100%, Lieferdatum nicht vor Bestelldatum. Beispiel: Ein negativer Lagerbestand wird als Fehler markiert, bevor er ins Dashboard fließt.
- Eindeutigkeit: Auftragsnummer oder Kundennummer darf nicht doppelt vorkommen. Beispiel: Dubletten im CRM verfälschen Conversion-Raten und Forecasts.
- Referentielle Integrität: Jede Bestellposition muss zu einer existierenden Bestellung und einem existierenden Produkt passen. Beispiel: „Produkt gelöscht“ führt sonst zu „Umsatz ohne Produkt“ im Reporting.
Warum ist Data Validation wichtig (für Geschäftsführer)?
Weil schon kleine Datenfehler große Wirkung haben: Ein falsches Datumsformat kann Monatsumsätze verschieben, Dubletten können Marketing-KPIs aufblasen, fehlende Kostenstellen können Margenreports unbrauchbar machen. Data Validation reduziert manuelle Nacharbeit, erhöht Vertrauen in Kennzahlen und macht Automatisierung erst sicher skalierbar – z. B. für Forecasts, Bestellvorschläge oder Alerting bei Ausreißern.
Praktischer Tipp: Validierung vor KI & Automatisierung
Wenn Sie Daten für Automatisierungen oder KI-gestützte Auswertungen nutzen (z. B. mit ChatGPT oder Generative KI (Generative AI)), gilt: „Garbage in, garbage out“. Validierte Daten verringern Fehlinterpretationen und helfen, dass spätere Schritte (z. B. strukturierte Exporte oder Regeln) stabil laufen. Für strukturierte Ergebnisse ist außerdem Schema Validation (JSON-Schema-Validierung) ein verwandtes Konzept – es prüft, ob Daten einem definierten Schema entsprechen.
Was kostet Data Validation?
Die Kosten hängen weniger von „einem Tool“ ab, sondern von Umfang und Reifegrad: Anzahl der Datenquellen, Komplexität der Regeln, gewünschte Automatisierung und Monitoring. In KMU startet man oft pragmatisch mit wenigen kritischen Regeln (Pflichtfelder, Datentypen, Dubletten) und erweitert iterativ – das ist meist deutlich günstiger als später falsche Entscheidungen oder aufwendige Datenbereinigung zu bezahlen.