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E-Rechnung (XRechnung/ZUGFeRD)

Elektronische Rechnung nach deutschem/öffentlichem Standardformat.

Eine E‑Rechnung (z. B. als XRechnung oder ZUGFeRD) ist eine elektronische Rechnung in einem standardisierten, maschinenlesbaren Format. Anders als ein PDF per E‑Mail enthält sie strukturierte Daten (z. B. Rechnungsnummer, Positionen, Steuersätze), die ERP- und Buchhaltungssysteme automatisch auslesen und verarbeiten können. In Deutschland sind diese Formate besonders wichtig im Austausch mit der öffentlichen Verwaltung und zunehmend auch im B2B‑Alltag.

Was bedeutet E‑Rechnung (XRechnung/ZUGFeRD)?

„E‑Rechnung“ meint nicht einfach „digital“ oder „per Mail“, sondern „standardisiert und automatisierbar“. XRechnung ist ein reines XML-Datenformat (ohne hübsches Layout), das vor allem für Rechnungen an Behörden entwickelt wurde. ZUGFeRD kombiniert meist ein lesbares PDF mit eingebetteten strukturierten Daten (Hybrid-Format). Für KMU ist ZUGFeRD oft praktischer, weil Menschen das PDF ansehen können, während Software die Daten automatisch übernimmt.

Wie funktioniert eine E‑Rechnung in CRM/ERP & Business-Software?

  • 1) Rechnung erstellen: Du erzeugst die Rechnung in deinem ERP, deiner Buchhaltung oder aus dem CRM-Angebot heraus (Kundendaten, Artikel, Preise, Steuern).
  • 2) Format wählen: Das System exportiert als XRechnung (XML) oder ZUGFeRD (PDF + Daten).
  • 3) Versand/Übertragung: Je nach Empfänger per E‑Mail, Portal-Upload oder über eine Schnittstelle/Netzwerk (z. B. E‑Invoicing‑Provider).
  • 4) Automatische Verarbeitung beim Empfänger: Die strukturierte Datei wird eingelesen, validiert und direkt in die Buchhaltung/den Rechnungseingang übernommen.
  • 5) Archivierung & Nachweis: Rechnungen werden revisionssicher abgelegt, inkl. Status (gesendet, zugestellt, bezahlt, gemahnt).

Warum ist die E‑Rechnung wichtig (besonders für KMU ohne IT‑Abteilung)?

Der größte Vorteil ist Automatisierung: weniger manuelle Dateneingabe, weniger Tippfehler, schnellere Freigaben und bessere Nachverfolgbarkeit. Gerade wenn du viele Rechnungen schreibst oder erhältst, spart das Zeit im Büro und reduziert Rückfragen („Welche IBAN? Welche Steuernummer? Welche Position gehört wohin?“). Zusätzlich steigt die Chance, dass deine Rechnung beim Kunden/bei der Behörde ohne Medienbruch durchläuft – und du schneller bezahlt wirst.

In der Praxis bedeutet das: Dein ERP kann offene Posten sauber verfolgen, dein Steuerberater bekommt konsistente Daten, und dein Team muss nicht mehr jede PDF-Rechnung abtippen. Mit Workflows (z. B. über Automatisierung (Automation)) lassen sich zudem Freigaben, Erinnerungen oder Übergaben an die Buchhaltung standardisieren.

Wofür brauche ich XRechnung oder ZUGFeRD konkret?

  • Rechnungen an öffentliche Auftraggeber: Häufig wird XRechnung verlangt, weil sie streng standardisiert ist.
  • B2B-Rechnungsprozesse vereinfachen: ZUGFeRD ist oft ein guter Einstieg, weil es „menschlich lesbar“ bleibt.
  • Skalierbarkeit: Wenn dein Rechnungsvolumen wächst, bleibt der Prozess stabil – ohne mehr Verwaltungsaufwand.

Was kostet die Einführung von E‑Rechnungen?

Die Kosten hängen stark davon ab, ob deine bestehende Software E‑Rechnung bereits unterstützt. Häufig ist es im ERP/Buchhaltungssystem enthalten oder als Zusatzmodul verfügbar. Typische Kostentreiber sind: benötigte Schnittstellen/Provider, Anzahl der Belege pro Monat, Einrichtung/Mapping von Stammdaten (Kunden, Steuern, Artikel) und ggf. Archivierungslösungen. Für viele KMU ist der günstigste Weg, eine vorhandene Buchhaltungs- oder ERP-Lösung mit E‑Rechnungs-Export zu aktivieren statt ein eigenes Projekt aufzusetzen.