IAllgemein

iPaaS (Integration Platform as a Service)

Cloud-Plattform, die Business-Tools per Schnittstellen verbindet.

iPaaS (Integration Platform as a Service) ist eine Cloud-Plattform, die verschiedene Business-Tools (z. B. CRM, ERP, CMS, Shop, Buchhaltung) über Schnittstellen miteinander verbindet und Daten automatisch zwischen ihnen austauscht. So müssen Mitarbeitende Informationen nicht doppelt pflegen – und Prozesse laufen auch ohne eigene IT-Abteilung zuverlässiger.

Was bedeutet iPaaS (Integration Platform as a Service)?

Der Begriff steht für „Integration Platform as a Service“: Eine Integrationsplattform, die als Online-Dienst bereitgestellt wird. Statt eigene Integrationen zu programmieren und zu betreiben, nutzen Sie eine fertige Plattform, die Verbindungen (Integrationen) zwischen Anwendungen herstellt, überwacht und bei Bedarf absichert.

Wie funktioniert iPaaS in der Praxis?

iPaaS verbindet Systeme über APIs, Webhooks oder Datenimporte/-exporte und führt definierte Workflows aus. Typisch ist ein „Wenn-dann“-Prinzip: Wenn in Tool A etwas passiert, wird in Tool B automatisch etwas angelegt oder aktualisiert. Viele iPaaS-Lösungen bieten visuelle Builder (Drag-and-drop), Vorlagen und fertige Konnektoren.

  • 1. Apps verbinden: CRM, ERP, E-Mail-Marketing, Support-Tool, Datenbank etc. werden autorisiert.
  • 2. Trigger festlegen: z. B. „Neuer Deal gewonnen“ oder „Neue Bestellung im Shop“.
  • 3. Daten zuordnen (Mapping): Felder werden gemappt (z. B. „Firma“ → „Kunde“, „Rechnungsadresse“ → „Billing Address“).
  • 4. Regeln & Logik: Filter, Bedingungen, Duplikatprüfung, Zeitpläne, Fehlerbehandlung.
  • 5. Monitoring: Läufe werden protokolliert, Fehler gemeldet, Wiederholungen (Retries) möglich.

Wofür brauchen KMU iPaaS?

Gerade in kleinen und mittleren Unternehmen entstehen schnell Tool-Landschaften: CRM für Vertrieb, ERP oder Warenwirtschaft, Newsletter-Tool, Buchhaltung, Projektmanagement. Ohne Integration entstehen typische Probleme: doppelte Dateneingabe, widersprüchliche Kundendaten, manuelle Excel-Exporte, Medienbrüche und Zeitverlust. iPaaS schafft hier eine „Daten-Autobahn“ zwischen Ihren Systemen.

Beispiele: Ein Lead aus dem Website-Formular wird automatisch im CRM angelegt, erhält ein Tag, und das Marketing-Tool startet eine Willkommensserie. Oder: Eine bezahlte Shop-Bestellung erzeugt im ERP den Auftrag, im CRM wird der Kunde aktualisiert, und die Buchhaltung erhält die Rechnungsdaten.

Warum ist iPaaS wichtig?

  • Weniger manuelle Arbeit: Daten müssen nicht mehrfach gepflegt werden.
  • Bessere Datenqualität: Weniger Fehler, weniger Dubletten, klarere Verantwortlichkeiten.
  • Schnellere Abläufe: Vertrieb, Service und Backoffice arbeiten mit aktuellen Infos.
  • Skalierbarkeit: Neue Tools lassen sich oft per Konnektor ergänzen, ohne alles neu zu bauen.
  • Transparenz: Protokolle zeigen, ob Automationen laufen – wichtig für verlässliche Prozesse.

Was kostet iPaaS?

Die Kosten hängen meist von Anzahl der verbundenen Apps, Workflows, Datenvolumen/„Runs“ und benötigten Features (z. B. Single Sign-on, Rollen, Audit-Logs) ab. Einfache Setups starten oft im niedrigen zweistelligen bis mittleren dreistelligen Bereich pro Monat; komplexere Integrationslandschaften liegen höher. Zusätzlich sollten Sie Aufwand für Einrichtung, Tests und laufende Pflege einplanen.

iPaaS vs. Automatisierungstools

Viele iPaaS-Lösungen überschneiden sich mit Automatisierung (Automation). Der Unterschied ist oft der Anspruch: iPaaS ist stärker auf robuste, wiederverwendbare Integrationen, Governance und Monitoring ausgelegt – besonders, wenn CRM/ERP-Prozesse geschäftskritisch sind. Ein Beispiel für einen workflow-orientierten Ansatz ist n8n.