Integration Strategy (Integrationsstrategie)
Eine Integration Strategy (Integrationsstrategie) ist ein Satz von Regeln und Architektur-Entscheidungen, wie unterschiedliche IT-Systeme in einem Unternehmen Daten austauschen und Prozesse gemeinsam ausführen. Sie legt fest, ob Sie z. B. über APIs, iPaaS-Plattformen, Events oder Standards integrieren – und sorgt dafür, dass Schnittstellen skalierbar, sicher und wartbar bleiben.
Was bedeutet Integration Strategy (Integrationsstrategie)?
„Integrationsstrategie“ bedeutet: Sie entscheiden bewusst, welche Integrationsmuster Ihr Unternehmen bevorzugt (z. B. API-first, event-driven, batch/ETL), welche Tools eingesetzt werden (z. B. iPaaS oder Workflows) und welche Leitplanken gelten (Datenmodell, Sicherheit, Monitoring, Verantwortlichkeiten). Für Geschäftsführer ist das vor allem ein Hebel, um Wachstum nicht durch Systembrüche auszubremsen.
Wie funktioniert eine Integrationsstrategie in der Praxis?
- 1) Systeme & Prozesse priorisieren: Welche Kernsysteme sind führend (z. B. ERP, CRM, Shop, Buchhaltung)? Welche Datenflüsse sind geschäftskritisch (Aufträge, Rechnungen, Lager, Kundendaten)?
- 2) Integrationsstil wählen: Punkt-zu-Punkt (schnell, aber unübersichtlich), Hub/iPaaS (zentral steuerbar), Event-basiert (reaktiv, entkoppelt) oder Batch/ETL (periodisch, oft für Reporting).
- 3) Schnittstellen-Standards definieren: API-Konventionen, Datenformate (JSON), Versionierung, Fehlerhandling, Idempotenz, Namensregeln, Logging.
- 4) Datenhoheit klären: „Single Source of Truth“ je Datendomäne (z. B. Kundendaten im CRM, Artikel im ERP). Das verhindert Dubletten und widersprüchliche Zahlen.
- 5) Sicherheit & Compliance einbauen: Authentifizierung (OAuth/API-Keys), Berechtigungen, Verschlüsselung, Protokollierung sowie Anforderungen aus Datenschutz (DSGVO/GDPR) & KI – auch wenn es nicht um KI geht, gelten dieselben Datenschutzprinzipien für personenbezogene Daten.
- 6) Betrieb & Qualität absichern: Monitoring, Alarme, Retry-Strategien, SLAs sowie Tests, damit Integrationen nach Updates nicht „still“ brechen.
Beispiele (typisch für kleine Unternehmen)
- Shop → ERP: Neue Bestellungen werden per API übertragen; Status-Updates (versendet, retourniert) kommen zurück.
- CRM → Newsletter-Tool: Opt-ins und Segmentdaten werden synchronisiert, damit Kampagnen korrekt targeten.
- Buchhaltung: Rechnungen aus dem ERP werden automatisiert an DATEV/Finanztool übergeben.
- Automatisierung: Mit Automatisierung (Automation) und Tools wie n8n lassen sich Workflows bauen (z. B. „Wenn Rechnung bezahlt, dann Projektstatus aktualisieren und E-Mail auslösen“).
Warum ist eine Integrationsstrategie wichtig?
Ohne Integrationsstrategie entstehen oft viele „Quick-Fixes“: Excel-Exporte, manuelle Doppelpflege, fragile Skripte. Das führt zu Fehlern, Verzögerungen und steigenden IT-Kosten. Mit einer klaren Strategie reduzieren Sie Reibungsverluste, schaffen eine Grundlage für Skalierung (mehr Aufträge, mehr Kanäle) und können neue Software schneller anbinden – ohne jedes Mal bei Null zu starten.
Was kostet eine Integration Strategy (Integrationsstrategie)?
Die Kosten hängen von Systemlandschaft, Datenqualität und Tooling ab. Typisch sind: (a) Konzept/Workshop & Architektur (einige Tage bis wenige Wochen), (b) Implementierung der wichtigsten Flows (oft der größte Posten) und (c) laufender Betrieb (Monitoring, Anpassungen). iPaaS- oder Workflow-Tools kosten zusätzlich meist monatliche Gebühren; dafür sparen Sie Entwicklungs- und Wartungsaufwand bei vielen Integrationen.
Wann sollten Sie sich damit beschäftigen?
Spätestens wenn Sie mehr als 2–3 Kernsysteme haben, Daten doppelt pflegen, häufige Fehler in Bestell-/Rechnungsprozessen sehen oder ein Systemwechsel ansteht. Auch vor größeren Digitalisierungsvorhaben lohnt sich die Strategie, damit neue Lösungen „sauber“ andocken.