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IT-Berater (IT Consulting)

Berät zu Strategie, Auswahl, Einführung und Optimierung von IT-Lösungen.

Ein IT-Berater (IT Consulting) ist ein externer Experte, der Unternehmen bei Strategie, Auswahl, Einführung und Optimierung von IT-Lösungen unterstützt. Er analysiert Prozesse und Systeme, empfiehlt passende Tools (z. B. Cloud, ERP, CRM, IT-Security) und begleitet die Umsetzung – besonders wertvoll für Firmen ohne eigene IT-Abteilung.

Was macht ein IT-Berater konkret?

IT-Beratung deckt typischerweise drei Ebenen ab: (1) Strategie (Welche IT braucht das Unternehmen?), (2) Architektur & Auswahl (Welche Produkte/Anbieter passen?), (3) Umsetzung & Betriebsvorbereitung (Wie wird eingeführt, dokumentiert und nachhaltig betrieben?). Ein guter IT-Berater übersetzt Business-Ziele in technische Anforderungen und achtet darauf, dass Lösungen bezahlbar, sicher und wartbar bleiben.

Wie funktioniert IT Consulting? (typischer Ablauf)

  • 1. Erstgespräch & Zielklärung: Ausgangslage, Pain Points, Budgetrahmen, Zeitplan.
  • 2. Analyse: Prozesse, Datenflüsse, bestehende Tools, Risiken (z. B. Ausfall, Sicherheit, Compliance).
  • 3. Soll-Konzept: Zielbild (Roadmap), Prioritäten, Make-or-Buy, grobe Architektur.
  • 4. Tool-/Anbieterauswahl: Anforderungen (Lastenheft light), Shortlist, Demos, Bewertung, Verhandlung.
  • 5. Einführung: Projektplan, Schnittstellen, Migration, Tests, Schulungen, Go-live.
  • 6. Stabilisierung & Optimierung: Monitoring, Kostenkontrolle, Dokumentation, Übergabe an Betrieb/Managed Services.

Warum ist ein IT-Berater wichtig – besonders ohne eigene IT-Abteilung?

Ohne interne IT fehlt oft die Zeit und Erfahrung, um Anforderungen sauber zu formulieren, Anbieter realistisch zu vergleichen oder Projekte zu steuern. Ein IT-Berater reduziert Fehlentscheidungen (z. B. überdimensionierte Tools, versteckte Folgekosten, Vendor Lock-in) und sorgt für Struktur: klare Verantwortlichkeiten, nachvollziehbare Entscheidungen und eine Roadmap, die zum Geschäftsmodell passt. Zudem hilft er, externe Dienstleister zu koordinieren (Systemhaus, Cloud-Provider, Softwareanbieter), damit nicht jeder „sein eigenes Süppchen kocht“.

Beispiele für typische Aufgaben

  • IT-Modernisierung: Umstieg von Servern auf Cloud, Einführung von Identity- & Zugriffskonzepten.
  • Tool-Einführung: Auswahl und Rollout von CRM/ERP inkl. Datenmigration und Schulung.
  • IT-Sicherheit & Compliance: Basis-Sicherheitskonzept, Backup/Recovery, Beratung zu Datenschutz (DSGVO/GDPR) & KI.
  • KI-Enablement: Bewertung von ChatGPT/Generative KI (Generative AI)-Use-Cases, Governance und sichere Einführung.

Was kostet ein IT-Berater?

Häufig wird nach Tagessatz oder als Festpreis für klar definierte Pakete abgerechnet. Als grobe Orientierung liegen Tagessätze je nach Seniorität und Spezialisierung oft im Bereich von 800–1.800 EUR/Tag (zzgl. USt.). Der Preis hängt u. a. von Umfang (Analyse vs. Implementierung), Komplexität (Schnittstellen, Migration), Verantwortungsgrad (Projektleitung) und Regulatorik (Security/Compliance) ab.

Worauf sollten Unternehmen bei der Auswahl achten?

  • Nachweisbare Referenzen in ähnlicher Unternehmensgröße/Branche
  • Unabhängigkeit (Beratung vs. reiner Produktverkauf)
  • Klare Deliverables (z. B. Roadmap, Architektur, Entscheidungsvorlage, Migrationsplan)
  • Pragmatischer Fokus auf Betrieb, Sicherheit und Folgekosten (TCO)

Ein IT-Berater ist damit weniger „der Techniker“, sondern vor allem der Übersetzer und Entscheider-Helfer: Er macht Optionen vergleichbar, minimiert Risiken und beschleunigt die Umsetzung.