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IT-Manager (IT Management)

Koordiniert IT-Services, Projekte, Provider und interne Anforderungen.

Ein IT-Manager (IT Management) koordiniert und steuert die IT eines Unternehmens – von laufenden IT-Services über Projekte bis zur Zusammenarbeit mit externen Providern. Ziel ist, dass Systeme stabil laufen, Anforderungen aus den Fachbereichen sauber umgesetzt werden und Kosten, Risiken sowie Sicherheit im Griff bleiben – besonders wichtig für Unternehmen ohne eigene IT-Abteilung.

Was macht ein IT-Manager konkret?

Der IT-Manager ist die zentrale Schnittstelle zwischen Business (z. B. Vertrieb, Produktion, HR), Technik (intern/extern) und Management. Er übersetzt Anforderungen in umsetzbare Maßnahmen, priorisiert Vorhaben und sorgt dafür, dass IT-Leistungen messbar und verlässlich erbracht werden.

  • Service-Management: Betrieb von E-Mail, Netzwerk, Endgeräten, Cloud-Apps, Backup, Security – inkl. Tickets, Eskalationen und Qualitätskontrolle.
  • Provider- & Lieferantensteuerung: Auswahl, Briefing und Kontrolle von IT-Dienstleistern; Verhandlung und Überwachung von SLA & SLO (Service Level Objectives).
  • Projektmanagement: Einführung neuer Tools (z. B. Microsoft 365, ERP, CRM), Migrationen, Modernisierung von Infrastruktur, Rollouts und Change-Planung.
  • IT-Sicherheit & Compliance: Grundschutz, Zugriffsmodelle, Patch-Management, Notfallpläne; Abstimmung mit Datenschutz (z. B. Datenschutz (DSGVO/GDPR) & KI) und Risikothemen.
  • Budget & Priorisierung: Kostenkontrolle, Lizenzmanagement, Make-or-Buy-Entscheidungen, Roadmap und Kapazitätsplanung.

Wie funktioniert IT-Management in der Praxis? (Ablauf in 5 Schritten)

  • 1) Bedarf aufnehmen: Anforderungen aus den Fachbereichen sammeln und in klare Ziele übersetzen (z. B. „schnellere Angebotserstellung“).
  • 2) Priorisieren & planen: Nutzen, Aufwand, Risiko und Abhängigkeiten bewerten; Roadmap und Budget festlegen.
  • 3) Provider/Teams steuern: Aufgabenpakete definieren, Angebote vergleichen, Umsetzung beauftragen und kontrollieren.
  • 4) Betrieb absichern: Monitoring, Support-Prozesse, Dokumentation, Backups, Rechtekonzepte und Sicherheitsmaßnahmen etablieren.
  • 5) Messen & verbessern: Servicequalität über KPIs (z. B. Reaktionszeiten, Ausfallzeiten) verfolgen und kontinuierlich optimieren.

Warum ist ein IT-Manager für Unternehmen ohne eigene IT-Abteilung wichtig?

Ohne interne IT fehlen oft klare Zuständigkeiten: Fachbereiche bestellen Tools „nebenbei“, Provider arbeiten ohne einheitliche Standards, und Sicherheits- bzw. Backup-Themen bleiben liegen. Ein IT-Manager schafft Struktur, reduziert Ausfälle, verhindert Doppelkäufe und sorgt dafür, dass IT nicht nur „funktioniert“, sondern das Geschäft aktiv unterstützt.

Beispiel: Ein mittelständisches Unternehmen nutzt mehrere SaaS-Tools, hat aber keine einheitliche Benutzerverwaltung. Der IT-Manager konsolidiert Identitäten, definiert Rollen, setzt Prozesse für On-/Offboarding auf und senkt damit Risiko und Lizenzkosten – während die Mitarbeitenden schneller arbeitsfähig sind.

Was kostet ein IT-Manager?

Die Kosten hängen stark davon ab, ob die Rolle intern besetzt oder extern eingekauft wird. Extern (z. B. als Teil von Managed Services oder als Interim-/Teilzeit-Rolle) wird häufig als monatlicher Retainer oder Tagessatz abgerechnet; entscheidend sind Umfang (Betrieb vs. Projekte), Anzahl Provider, Komplexität (Cloud/On-Prem), Sicherheitsanforderungen und Dokumentationsstand.