KI-gestützte Präsentationen (Slide Generation)
KI-gestützte Präsentationen (Slide Generation) sind Tools, die mithilfe von Künstlicher Intelligenz automatisch Folien erstellen – z. B. aus Stichpunkten, Dokumenten (Word/PDF), Tabellen oder Meeting-Notizen. Ziel ist, in kurzer Zeit eine präsentationsfertige Struktur inklusive Headlines, Textvorschlägen, Visuals und Layout zu erhalten, die Sie anschließend nur noch fachlich prüfen und an Ihr Corporate Design anpassen.
Was bedeutet „Slide Generation“ im Unternehmensalltag?
„Slide Generation“ heißt: Sie liefern den Inhalt (oder Rohmaterial), die KI übernimmt den Entwurf. Für Geschäftsführer in KMU ist das vor allem ein Produktivitätshebel: Statt 2–4 Stunden Folienbau entsteht in 10–30 Minuten ein brauchbarer erster Wurf – besonders für wiederkehrende Formate wie Monats-Updates, Sales-Pitches, Projektstatus oder Schulungsunterlagen.
Wie funktioniert KI-gestützte Präsentationserstellung?
- Input geben: Stichpunkte, Agenda, Zielgruppe, Tonalität, Länge (z. B. „10 Folien, Vorstandsniveau“). Alternativ: Upload eines Dokuments oder Einfügen von Meeting-Notizen (z. B. aus einem AI Meeting Assistant (Meeting-Notizen mit KI))
- Struktur erzeugen: Die KI schlägt eine Gliederung vor (Problem → Lösung → Nutzen → nächste Schritte) und verteilt Inhalte auf Folien.
- Text & Visuals generieren: Headlines, Bulletpoints, Sprecher-Notizen, Diagramm-Ideen und passende Bilder/Icons (je nach Tool).
- Design anwenden: Layout, Farben, Schriftarten – oft über Vorlagen oder ein hochgeladenes Corporate-Design-Template.
- Review & Feinschliff: Faktencheck, Kürzen, konkrete Zahlen einsetzen, Beispiele ergänzen, Freigabe.
Wofür ist das in KMU besonders nützlich?
- Management-Updates: Aus Monatszahlen und Stichpunkten wird ein konsistentes Update-Deck.
- Vertrieb & Angebote: Aus einem Angebotstext entsteht eine Pitch-Präsentation für Kundentermine.
- Workshops & Schulungen: Aus Prozessdokumenten werden Trainingsfolien inklusive Agenda und Übungen.
- Projektkommunikation: Aus Meeting-Protokollen werden Statusfolien mit Risiken, Entscheidungen und To-dos.
Wichtige Grenzen (und wie Sie sie vermeiden)
Die meisten Systeme basieren auf Generative KI (Generative AI) bzw. einem Large Language Model (LLM). Dadurch können Inhalte gut formuliert, aber manchmal ungenau sein. Typische Risiken sind falsche Zahlen, zu allgemeine Aussagen oder „schöne“ Diagramme ohne belastbare Daten (siehe Halluzinationen (Hallucinations)). Praktischer Tipp: Geben Sie der KI klare Fakten (Zahlen, Quellen, Zielgruppe) und nutzen Sie eine feste Prompt-Vorlage bzw. Prompt Engineering, um wiederholbar gute Ergebnisse zu erzielen.
Was kostet KI-gestützte Slide Generation?
Die Kosten hängen meist vom Tool und Funktionsumfang ab (Vorlagen, Branding, Team-Funktionen, Export, Datenschutz). Für KMU liegen typische Abos grob im Bereich ab ca. 10–30 € pro Nutzer/Monat; Enterprise-Optionen (z. B. mit strengeren Compliance- und Datenregeln) können deutlich höher liegen. Rechnen lohnt sich, wenn regelmäßig Präsentationen entstehen und mehrere Personen Folien erstellen.
Praxis-Checkliste für Geschäftsführer
- Starten Sie mit einem Standardformat: z. B. „Monatsreport in 8 Folien“ als Vorlage.
- Corporate Design sichern: Template hinterlegen, sonst wirkt jede Präsentation anders.
- Faktenpflicht definieren: Zahlen nur aus freigegebenen Quellen übernehmen.
- Datenschutz prüfen: Keine sensiblen Kunden-/Mitarbeiterdaten hochladen, wenn es nicht geklärt ist (siehe Datenschutz (DSGVO/GDPR) & KI).