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KI-Übersetzung (Business Translation)

KI übersetzt E-Mails, Angebote, Webseiten – inkl. Tonalität und Fachsprache.

KI-Übersetzung (Business Translation) ist der Einsatz von Künstlicher Intelligenz, um geschäftliche Texte wie E-Mails, Angebote, Verträge, Webseiten oder Produktbeschreibungen schnell und in passender Tonalität zu übersetzen. Im Unterschied zu klassischer Maschinenübersetzung kann sie Stil, Zielgruppe und Fachsprache berücksichtigen – z. B. „formell“, „verkaufsstark“ oder „technisch präzise“.

Was bedeutet KI-Übersetzung im Unternehmensalltag?

Für kleine und mittelständische Unternehmen ohne IT-Abteilung ist KI-Übersetzung vor allem ein Produktivitäts-Tool: Sie reduziert Zeitaufwand, senkt Übersetzungskosten und hilft, schneller international zu kommunizieren. Typische Anwendungsfälle sind mehrsprachige Kundenanfragen, Lieferantenkommunikation, Support-Antworten, Marketingtexte oder interne Dokumente (z. B. Arbeitsanweisungen).

Wie funktioniert KI-Übersetzung (praxisnah erklärt)?

Viele moderne Business-Übersetzer basieren auf Large Language Model (LLM)-Technologie (z. B. wie bei ChatGPT). Vereinfacht läuft es so ab:

  • 1) Text + Kontext geben: Sie liefern den Quelltext und ergänzen, wofür er gedacht ist (E-Mail an Bestandskunden, Angebotsposition, Website-Abschnitt).
  • 2) Tonalität festlegen: z. B. „Sie-Form, freundlich, professionell, kurz“ oder „locker, aber seriös“.
  • 3) Fachsprache steuern: z. B. „verwende Begriffe aus dem Maschinenbau“ oder „nutze HR-Vokabular“.
  • 4) Ergebnis prüfen & freigeben: Ein kurzer Check auf Zahlen, Produktnamen, Rechtstexte und Nuancen ist Pflicht – besonders bei Angeboten und Verträgen.
  • 5) Optional: Standardisieren: Wiederkehrende Textarten (z. B. Angebotsmails) lassen sich mit Prompt Template (Prompt-Vorlage)-ähnlichen Vorlagen konsistent übersetzen.

Konkrete Beispiele für KMU

  • E-Mail an einen französischen Kunden: „Bitte übersetze ins Französische, formell, freundlich, mit klarer Call-to-Action für einen Termin.“
  • Angebot auf Englisch: „Übersetze, aber behalte alle Artikelnummern, Maßeinheiten und Zahlungsbedingungen exakt bei.“
  • Webseite mehrsprachig: „Übersetze den Abschnitt, aber optimiere die Lesbarkeit und passe die Ansprache an B2B-Entscheider an.“
  • Support-Antworten: „Übersetze kurz, lösungsorientiert, ohne Umgangssprache; nutze unsere Standardbegriffe.“

Warum ist KI-Übersetzung wichtig?

Sie hilft, schneller zu verkaufen und professioneller aufzutreten – besonders wenn im Team keine Muttersprachler vorhanden sind. Gleichzeitig kann sie Qualität stabilisieren, weil Tonalität und Terminologie wiederholbar vorgegeben werden können. Für wachsende Unternehmen ist das ein schneller Hebel, um Internationalisierung ohne großen Overhead zu unterstützen.

Worauf sollten Geschäftsführer achten (Risiken & Qualität)?

  • Fachbegriffe & Markensprache: Ohne klare Vorgaben kann die KI uneinheitliche Begriffe wählen. Erstellen Sie eine kleine Terminologie-Liste (z. B. 20–50 Kernbegriffe).
  • Recht & Haftung: Bei Verträgen, AGB, Sicherheits- oder Compliance-Texten ist KI-Übersetzung nur mit professioneller Endprüfung sinnvoll.
  • Vertraulichkeit & Datenschutz: Prüfen Sie, ob Inhalte gespeichert oder zum Training verwendet werden und ob ein AV-Vertrag nötig ist. Relevante Leitplanken finden Sie bei Datenschutz (DSGVO/GDPR) & KI und Data Processing Agreement (DPA/AVV).
  • Fehler durch „glatt klingende“ Übersetzungen: KI kann überzeugend formulieren, aber Nuancen oder Zahlen falsch übernehmen. Deshalb: kritische Stellen (Zahlen, Lieferzeiten, Konditionen) immer gegenlesen.

Was kostet KI-Übersetzung?

Die Kosten hängen vom Tool, Nutzungsmodell und Textvolumen ab. Häufig gibt es Abos pro Nutzer oder nutzungsbasierte Preise; für KMU ist KI-Übersetzung oft deutlich günstiger als reine Human-Übersetzung bei Standardtexten. Für wichtige Außenkommunikation lohnt sich oft ein Hybrid: KI als Erstentwurf, Mensch für Feinschliff.