Kubernetes (K8s)
Kubernetes (kurz: K8s) ist eine Plattform, die Container-Anwendungen automatisch auf Servern verteilt, startet, skaliert und überwacht. Vereinfacht gesagt sorgt Kubernetes dafür, dass Ihre Software zuverlässig läuft – auch wenn Nutzerzahlen schwanken oder einzelne Server ausfallen. Das ist besonders relevant, wenn Sie mehrere Anwendungen als Cloud- oder SaaS-Dienst betreiben.
Was bedeutet Kubernetes (K8s)?
„Kubernetes“ ist griechisch und bedeutet „Steuermann“. Genau das macht K8s: Es steuert viele kleine Software-Bausteine (Container) so, dass sie zusammen einen stabilen Dienst ergeben. „K8s“ ist eine Abkürzung: Zwischen K und s stehen 8 Buchstaben („ubernete“).
Wie funktioniert Kubernetes (K8s)? (einfach erklärt)
Statt eine Anwendung auf einem Server zu installieren, wird sie in Container verpackt und auf einem „Cluster“ aus mehreren Servern betrieben. Kubernetes übernimmt die Orchestrierung – also das koordinierte Zusammenspiel.
- 1) Planen & Verteilen: Kubernetes entscheidet, auf welchen Servern (Nodes) Container laufen sollen, damit Ressourcen wie CPU/RAM sinnvoll genutzt werden.
- 2) Automatisch starten: Benötigte Container werden hochgefahren, wenn ein Dienst bereitgestellt wird.
- 3) Skalieren: Bei mehr Last startet Kubernetes zusätzliche Container-Instanzen; bei weniger Last fährt es sie wieder herunter.
- 4) Selbstheilung: Wenn ein Container abstürzt oder ein Server ausfällt, startet Kubernetes Ersatz und verteilt die Last neu.
- 5) Updates ohne Downtime: Neue Versionen können schrittweise ausgerollt werden (Rolling Updates), sodass der Dienst verfügbar bleibt.
Warum ist Kubernetes (K8s) wichtig für KMU?
Für Geschäftsführer zählt am Ende: Verfügbarkeit, Geschwindigkeit und Kostenkontrolle. Kubernetes hilft dabei, weil es den Betrieb komplexer Software standardisiert und automatisiert.
- Höhere Ausfallsicherheit: Fällt ein Teil der Infrastruktur aus, läuft der Service weiter – wichtig für Umsatz und Kundenzufriedenheit.
- Schnelleres Wachstum: Wenn Marketing-Kampagnen oder Saisongeschäft Lastspitzen erzeugen, kann die Plattform automatisch mitskalieren.
- Effizientere Ressourcennutzung: Statt dauerhaft „zu große“ Server zu bezahlen, werden Ressourcen dynamischer genutzt.
- Standard für moderne Cloud-Stacks: Viele Anbieter und Tools bauen darauf auf; das reduziert Abhängigkeiten und erleichtert Provider-Wechsel (Vendor Lock-in vermeiden).
Beispiel aus der Praxis
Ein SaaS-Unternehmen betreibt Web-App, API und Hintergrundjobs. Morgens steigt die Nutzung stark an. Kubernetes startet automatisch mehr Container der Web-App, verteilt sie auf freie Server und hält die Antwortzeiten stabil. Nachmittags sinkt die Last – Kubernetes reduziert die Anzahl der Instanzen, sodass weniger Infrastrukturkosten anfallen.
Was kostet Kubernetes (K8s)?
Kubernetes selbst ist Open Source (keine Lizenzkosten). Kosten entstehen durch Infrastruktur (Cloud-Server, Speicher, Netzwerk), Betrieb (Setup, Wartung, Monitoring, Security) und ggf. Managed-Kubernetes-Angebote (z. B. durch Cloud-Provider), die den Verwaltungsaufwand reduzieren. Für KMU ist oft „Managed Kubernetes“ wirtschaftlicher, weil weniger internes Spezialwissen nötig ist.
Wichtige Begriffe rund um Kubernetes
- Container: „Verpackte“ Anwendungen, die überall gleich laufen.
- Cluster: Mehrere Server, die gemeinsam Anwendungen ausführen.
- Orchestrierung: Automatisches Steuern, Skalieren und Überwachen – genau der Kern von Kubernetes.
- Secrets & Zugangsdaten: Sicheres Handling ist essenziell; siehe Secrets Management.
- Verfügbarkeit messbar machen: Häufig in Form von SLA & SLO (Service Level Objectives).
Merksatz: Kubernetes ist der „Autopilot“ für Container-Anwendungen: Es hält Systeme stabil, skaliert bei Bedarf und macht den Betrieb moderner Cloud- und SaaS-Software planbarer.