MAllgemein

Managed Service

Cloud-Anbieter betreibt Technik/Updates; Kunde nutzt den Dienst.

Ein Managed Service ist ein IT- oder Cloud-Dienst, bei dem ein externer Anbieter den Betrieb, die Wartung und Updates der Technik übernimmt, während Ihr Unternehmen den Service einfach nutzt. Statt eigene Server, Software-Updates und Überwachung intern zu organisieren, bezahlen Sie meist eine monatliche Gebühr und erhalten eine definierte Leistung (z. B. E-Mail, Backup oder Sicherheitsfunktionen) als „Rundum-sorglos“-Paket.

Was bedeutet „Managed Service“?

„Managed“ heißt „verwaltet“: Der Provider managt Infrastruktur, Plattform oder Anwendung für Sie. Typisch ist ein Vertrag mit klaren Leistungszusagen, häufig über SLA & SLO (Service Level Objectives), z. B. zur Verfügbarkeit, Reaktionszeit im Support oder Wiederherstellungszeiten bei Störungen. Für KMU ist das attraktiv, weil planbare Kosten und weniger interner IT-Aufwand im Vordergrund stehen.

Wie funktioniert ein Managed Service?

  • 1) Leistungsumfang definieren: Sie legen fest, was betrieben werden soll (z. B. Cloud-Server, Firewall, Microsoft 365, Backups) und welche Ziele gelten (Verfügbarkeit, Security, Supportzeiten).
  • 2) Betrieb durch den Anbieter: Der Provider übernimmt Monitoring, Patches/Updates, Kapazitätsplanung, Störungsbehebung und oft auch Sicherheitsmaßnahmen wie Schwachstellenmanagement.
  • 3) Abrechnung als Abo: Meist monatlich pro Nutzer, pro Gerät oder nach Nutzung (z. B. Speicher, Rechenleistung). Dadurch werden Kosten kalkulierbarer als bei großen Einmalinvestitionen.
  • 4) Reporting & Optimierung: Viele Anbieter liefern regelmäßige Berichte (z. B. Verfügbarkeit, Incidents, Backup-Erfolg) und schlagen Verbesserungen vor.

Beispiele aus der Praxis (Cloud & SaaS)

  • Managed Microsoft 365 / Google Workspace: Der Dienstleister verwaltet Benutzer, Rechte, Sicherheitseinstellungen, Updates und Support.
  • Managed Backup: Backups laufen automatisiert, werden überwacht und im Notfall getestet zurückgespielt (Disaster-Recovery-Szenarien).
  • Managed Security (z. B. Firewall/Endpoint): Der Provider betreibt Schutzlösungen, reagiert auf Alarme und hält Regeln/Signaturen aktuell.
  • Managed Cloud Hosting: Der Anbieter betreibt Ihre Cloud-Umgebung, kümmert sich um Patching, Skalierung und Stabilität.

Warum ist ein Managed Service für KMU wichtig?

Viele KMU haben keine große interne IT-Abteilung, müssen aber dennoch zuverlässig, sicher und DSGVO-konform arbeiten. Ein Managed Service reduziert operative Risiken (vergessene Updates, fehlende Backups, Sicherheitslücken) und entlastet Ihr Team. Gleichzeitig gewinnen Sie Geschwindigkeit: Neue Nutzer, Standorte oder Anwendungen lassen sich oft schneller bereitstellen, weil der Provider die Prozesse und Tools bereits etabliert hat.

Worauf sollten Geschäftsführer beim Einkauf achten?

Was kostet ein Managed Service?

Die Kosten hängen stark vom Umfang ab: Anzahl Nutzer/Endgeräte, Sicherheitsniveau, 24/7-Support, Compliance-Anforderungen und Komplexität der Umgebung. Häufig starten einfache Managed Services bei niedrigen zweistelligen Beträgen pro Nutzer/Monat, während umfassende Security- oder Cloud-Betriebsleistungen deutlich höher liegen können. Entscheidend ist der Vergleich mit den internen Kosten (Personal, Ausfallzeiten, Risiko) und dem gewünschten Service-Level.