n8n
n8n ist ein Open-Source-Workflow-Automation-Tool, mit dem du wiederkehrende Prozesse per Drag-and-drop automatisierst und Apps, Datenquellen sowie KI-Services über Integrationen (Nodes) miteinander verbindest. So lassen sich z. B. Leads, Support-Tickets, Datenbank-Updates oder KI-gestützte Inhalte automatisch erstellen, prüfen und weiterleiten – ohne alles selbst zu programmieren.
Was bedeutet n8n?
Der Name wird häufig als „n-eight-n“ ausgesprochen. Er steht sinnbildlich für „Automation“ und verknüpft die Idee, viele Systeme über ein zentrales Workflow-Tool zu orchestrieren. In der Praxis ist n8n eine Plattform, die einzelne Arbeitsschritte als sogenannte „Nodes“ abbildet und diese zu einem Ablauf (Workflow) verbindet.
Wie funktioniert n8n?
In n8n baust du Workflows aus Bausteinen: Trigger starten den Ablauf, Nodes verarbeiten Daten, und Aktionen schreiben Ergebnisse zurück in andere Tools. Typisch ist ein visueller Flow, der Daten von Node zu Node weitergibt.
- 1) Trigger wählen: z. B. Webhook, Zeitplan (Cron), neue E-Mail, neues Formular, neuer Datenbankeintrag.
- 2) Daten holen & transformieren: Felder mappen, filtern, zusammenführen, validieren (z. B. JSON, Tabellen, Text).
- 3) Logik hinzufügen: If/Else, Switch, Loops, Fehlerbehandlung, Retries, Rate-Limits.
- 4) Integrationen ausführen: z. B. CRM aktualisieren, Slack-Nachricht senden, Google Sheet befüllen, Ticket erstellen.
- 5) KI-Nodes einsetzen: Inhalte zusammenfassen, klassifizieren, extrahieren oder Entscheidungen unterstützen (z. B. über LLMs wie ChatGPT).
Warum ist n8n wichtig (gerade für KI & Automatisierung)?
n8n verbindet klassische Prozessautomatisierung mit KI-Workflows. Dadurch kannst du nicht nur Daten von A nach B schieben, sondern auch „Denkschritte“ automatisieren: Texte bewerten, Informationen aus Dokumenten extrahieren, Antworten generieren oder Inhalte personalisieren. Besonders wertvoll ist das, wenn du viele Systeme hast (Marketing, Vertrieb, Support, Datenbanken) und diese konsistent zusammenspielen sollen.
Im Vergleich zu reinen No-Code-Automation-Tools punktet n8n häufig durch Flexibilität (z. B. JavaScript in Function-Nodes), gute Kontrollmöglichkeiten (Self-Hosting, Datenhoheit) und die Fähigkeit, komplexe Flows mit Verzweigungen und Fehlerhandling sauber abzubilden.
Wofür nutzt man n8n? (Beispiele)
- Lead-Management: Formular → Daten anreichern → Dubletten prüfen → CRM anlegen → Slack/Email-Benachrichtigung.
- Support-Automation: Ticket eingehend → KI-Klassifikation → Priorität setzen → passende Antwortvorlage vorschlagen → an Agent zuweisen.
- Content-Workflows: Themenliste aus Sheet → Briefing generieren → Entwurf erstellen → Plagiats-/Qualitätscheck → in CMS übertragen.
- Agentische Abläufe: n8n kann als Orchestrator für AI Agents (KI-Agenten) dienen, z. B. indem ein Agent Tools aufruft, Ergebnisse bewertet und Folgeaktionen auslöst.
Was kostet n8n?
Die Kosten hängen vor allem davon ab, ob du n8n selbst hostest oder ein Cloud-Angebot nutzt. Self-Hosting kann softwareseitig sehr günstig sein (Open Source), verursacht aber Aufwand für Server, Wartung, Updates, Monitoring und Sicherheit. Cloud-Pläne starten typischerweise bei einem monatlichen Einstiegspreis („ab“-Modell) und steigen je nach Anzahl Workflows, Ausführungen, Team-Mitgliedern und benötigten Features. Zusätzlich können Kosten für angebundene KI-Modelle (z. B. Token/Requests) anfallen.
Wann lohnt sich n8n?
n8n lohnt sich besonders, wenn du (1) viele Integrationen brauchst, (2) komplexere Logik als „wenn X, dann Y“ abbilden willst, (3) KI in Prozesse integrieren möchtest und (4) Wert auf Kontrolle über Daten und Infrastruktur legst. Für sehr einfache Automationen kann ein leichteres Tool reichen – für skalierbare, KI-gestützte Prozessketten ist n8n oft eine starke Basis.