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Operating Model (Target Operating Model, TOM)

Zielbild für Organisation, Prozesse, Rollen und Tools im Betrieb.

Ein Operating Model (auch Target Operating Model, TOM) ist das Zielbild dafür, wie ein Unternehmen im Alltag arbeitet: welche Prozesse wie ablaufen, wer wofür verantwortlich ist, welche Rollen und Fähigkeiten gebraucht werden und welche Systeme/Tools das Ganze unterstützen. Es übersetzt Strategie in eine konkrete, betreibbare Organisation – besonders wichtig bei Digitalisierung und IT-Veränderungen.

Was bedeutet „Target Operating Model (TOM)“?

„Target“ heißt: der angestrebte, zukünftige Zustand. Ein TOM beschreibt also nicht nur, wie es heute läuft, sondern wie es in 6–24 Monaten laufen soll, damit Ziele wie Skalierung, bessere Kundenprozesse, mehr Automatisierung oder höhere IT-Sicherheit tatsächlich erreichbar werden.

Wie funktioniert ein Operating Model in der Praxis?

Ein TOM wird meist als Set klarer Bausteine definiert, die zusammenpassen müssen. Typische Schritte sind:

  • 1) Ziele & Leitplanken festlegen: z. B. „Kundenanfragen in 24h beantworten“, „Standardprozesse automatisieren“, „Cloud-first, aber DSGVO-konform“.
  • 2) Kernprozesse designen: End-to-End (z. B. Lead → Angebot → Auftrag → Abrechnung → Support) statt Abteilungs-Silos.
  • 3) Rollen & Verantwortlichkeiten definieren: z. B. Process Owner, System Owner, Data Owner, IT-Security-Verantwortliche; inkl. RACI (Responsible/Accountable/Consulted/Informed).
  • 4) Organisation & Zusammenarbeit beschreiben: z. B. zentraler vs. dezentraler IT-Support, Governance-Gremien, Entscheidungswege.
  • 5) Tool- & Datenlandschaft ausrichten: Welche Systeme sind „System of Record“, wie fließen Daten, welche Integrationen sind nötig (inkl. Automatisierung).

Warum ist ein Operating Model für kleine Unternehmen wichtig?

Viele Digitalisierungsprojekte scheitern nicht an der Software, sondern daran, dass Prozesse, Rollen und Entscheidungen nicht mitwachsen. Ein TOM schafft Klarheit: Wer entscheidet über Tool-Auswahl? Wer pflegt Stammdaten? Wie wird Support organisiert? So vermeiden Sie Insellösungen, Schatten-IT und teure Reibungsverluste.

Beispiele (typisch für Digitalisierung)

  • Einführung eines CRM: TOM legt fest, wie Leads qualifiziert werden, wer Datenqualität verantwortet und welche Reports verbindlich sind.
  • KI im Kundensupport: TOM definiert, welche Anfragen automatisiert werden, wo Human-in-the-Loop greift und welche Regeln zu Datenschutz gelten (siehe Datenschutz (DSGVO/GDPR) & KI).
  • Automatisierte Workflows: Wenn Sie z. B. Automatisierung (Automation) oder Tools wie n8n nutzen, muss klar sein, wer Workflows baut, testet, überwacht und Änderungen freigibt.

Was gehört typischerweise in ein TOM (Bausteine)?

  • Prozesse: End-to-End Prozesslandkarte, Standards, Ausnahmen, KPIs.
  • Organisation: Teams, Schnittstellen, Entscheidungswege, Eskalationen.
  • Rollen & Skills: Verantwortlichkeiten, Kapazitäten, benötigte Kompetenzen.
  • Technologie & Tools: Applikationslandkarte, Integrationen, Betrieb/Support.
  • Daten & Governance: Datenverantwortung, Zugriffsrechte, Qualitätsregeln.
  • Service Management: Support-Modell, SLAs/SLOs (siehe SLA & SLO (Service Level Objectives)).

Was kostet ein Operating Model?

Die Kosten hängen stark von Umfang und Reifegrad ab. Für kleine Unternehmen reicht oft ein pragmatisches TOM als „Lean Blueprint“ (Workshops + Dokumentation + Umsetzungsplan) – teurer wird es, wenn parallel Prozesse neu designt, Systeme integriert und Rollen neu aufgebaut werden. Wichtig: Ein TOM ist kein Papierprojekt, sondern sollte direkt in Roadmap, Verantwortlichkeiten und KPIs münden.

Zahlen & Fakten

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schnellere AbläufeKMU mit klar definiertem Target Operating Model verkürzen bereichsübergreifende Prozessdurchlaufzeiten häufig deutlich, weil Rollen, Entscheidungen und Schnittstellen sauber beschrieben sind.
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geringere BetriebskostenEin konsistentes Operating Model senkt in vielen B2B-Organisationen operative Kosten, da Doppelarbeit, Medienbrüche und unnötige Abstimmung reduziert werden.
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bessere SkalierbarkeitRund drei von vier Transformationsinitiativen erreichen ihre Ziele zuverlässiger, wenn das zukünftige Zusammenspiel von Organisation, Prozessen und Tools vorab als TOM definiert ist.

Anwendungsfälle in der Praxis

Bist du bereit für ein Operating Model?

Beantworte 5 kurze Fragen und finde heraus, wo du stehst.
Hast du ein klares Zielbild dafür definiert, wie Organisation, Prozesse, Rollen und Tools künftig zusammenspielen sollen?
Sind die wichtigsten Verantwortlichkeiten und Schnittstellen in deinem Betrieb eindeutig festgelegt?
Sind deine zentralen Abläufe dokumentiert und auf die gewünschten Geschäftsziele ausgerichtet?
Unterstützen deine eingesetzten Systeme und Tools die definierten Prozesse und Rollen bereits konsistent?
Wird dein Operating Model regelmäßig überprüft und an Wachstum, Strategie oder neue Anforderungen angepasst?

Steht dein Operating Model schon – oder nur in einzelnen Köpfen?

Ein gutes Target Operating Model beschreibt nicht nur dein Zielbild, sondern macht klar, wie Prozesse, Rollen und Tools im Alltag wirklich zusammenspielen sollen. Genau hier hilft das Tech-Gutachten: Ich analysiere deine bestehende Tech-Landschaft, mappe zentrale Prozesse und zeige dir, wo dein Betriebsmodell heute noch Lücken, Doppelarbeit oder unnötige Tool-Kosten erzeugt. So bekommst du kein theoretisches TOM, sondern konkrete Empfehlungen, was bleiben, was weg kann und was für dein Wachstum fehlt. Wenn du aus einem groben Zielbild ein umsetzbares Betriebsmodell machen willst, ist das der richtige nächste Schritt.

Häufig gestellte Fragen

Was ist Operating Model (Target Operating Model, TOM)?
Ein Operating Model (TOM) beschreibt das Zielbild, wie Ihr Unternehmen operativ funktioniert: Prozesse, Rollen, Verantwortlichkeiten, Zusammenarbeit und unterstützende IT-Tools. Es macht Strategie umsetzbar, damit Digitalisierung nicht an Zuständigkeiten oder Abläufen scheitert.