Opportunity (Verkaufschance)
Eine Opportunity (Verkaufschance) ist ein konkreter, aktiv verfolgter Deal im CRM, der einem potenziellen Umsatz zugeordnet ist. Sie enthält typischerweise einen erwarteten Wert (z. B. 12.000 €), eine Abschlusswahrscheinlichkeit (z. B. 60 %) und den nächsten Schritt (z. B. „Angebot senden“). So wird aus „Interessent“ ein messbarer Vertriebsprozess.
Was bedeutet „Opportunity“ im CRM?
Im Alltag heißt das: Eine Opportunity ist nicht einfach nur ein Kontakt oder eine Firma, sondern eine Chance auf einen Abschluss mit klarer Zielrichtung. In vielen CRM-Systemen liegt die Opportunity im Zentrum der Pipeline: Sie zeigt, wo ein Deal steht (Phase), wie viel er wert ist (Betrag), wie wahrscheinlich der Abschluss ist (Probability) und was als Nächstes passieren muss (Next Step/Task).
Wie funktioniert eine Opportunity? (typischer Ablauf)
- 1) Lead/Anfrage entsteht: z. B. über Website, Messe, Empfehlung oder E-Mail.
- 2) Qualifizierung: Passt der Bedarf? Gibt es Budget? Wer entscheidet? (oft als „Qualified“ markiert).
- 3) Opportunity anlegen: Deal-Wert, erwartetes Abschlussdatum, Produkt/Leistung, Ansprechpartner, Quelle.
- 4) Pipeline-Phasen durchlaufen: z. B. Erstgespräch → Bedarf geklärt → Angebot → Verhandlung → Gewonnen/Verloren.
- 5) Nächste Schritte planen: Aufgaben, Termine, Follow-ups, Dokumente (Angebot, Vertrag) werden verknüpft.
Wofür brauche ich Opportunities – besonders als KMU ohne IT-Abteilung?
Opportunities machen Vertrieb steuerbar, auch wenn Sie kein großes Sales-Team oder komplexe IT haben. Statt Notizzetteln, Excel-Listen oder „Ich melde mich nächste Woche“-Gedächtnis entsteht ein klarer Überblick: Welche Deals sind heiß, welche hängen fest, und wo fehlen nächste Schritte? Das reduziert verlorene Chancen durch Vergessen, unklare Zuständigkeiten oder verspätete Nachfassaktionen.
Ein weiterer Vorteil: Das CRM kann aus Opportunities eine Umsatzprognose berechnen (Forecast). Beispiel: Zwei Deals à 10.000 € mit je 50 % Wahrscheinlichkeit ergeben einen erwarteten Umsatz von 10.000 €. Das hilft bei Planung von Personal, Einkauf oder Liquidität – besonders wichtig, wenn CRM mit ERP oder Buchhaltung zusammenspielt.
Praxisbeispiele
- Dienstleister (Agentur/Handwerk/Beratung): Opportunity „Website-Relaunch Firma Müller“, Wert 18.000 €, Phase „Angebot“, nächster Schritt „Rückfrage zu Umfang klären“.
- B2B-Handel: Opportunity „Rahmenvertrag Ersatzteile Q2“, Wert 45.000 €, Phase „Verhandlung“, nächster Schritt „Preisstaffel finalisieren“.
- SaaS/Software: Opportunity „CRM-Lizenzen 25 User“, Wert 7.500 €/Jahr, Phase „Demo“, nächster Schritt „Demo-Termin durchführen“.
Wichtige Felder & Begriffe rund um Opportunities
- Deal-Wert: erwarteter Umsatz (einmalig oder wiederkehrend).
- Probability/Wahrscheinlichkeit: oft je Pipeline-Phase voreingestellt, kann aber angepasst werden.
- Close Date: erwartetes Abschlussdatum für Forecasts.
- Stage/Phase: standardisierte Schritte im Verkaufsprozess.
- Next Step: konkrete Aktion, damit der Deal vorankommt (Call, Angebot, Meeting).
Typische Fehler – und wie Sie sie vermeiden
- Zu viele „Karteileichen“: Setzen Sie Pflichtfelder wie „Nächster Schritt“ und „Close Date“, damit nichts liegen bleibt.
- Unrealistische Werte/Wahrscheinlichkeiten: Definieren Sie einfache Regeln pro Phase (z. B. Angebot = 50 %, Verhandlung = 70 %).
- Uneinheitliche Pipeline-Phasen: Halten Sie die Pipeline schlank (5–7 Phasen), damit alle im Team sie gleich nutzen.
Wenn Sie Opportunities sauber pflegen, wird Ihr CRM zum echten Vertriebs-Cockpit: Sie sehen auf einen Blick, was als Nächstes zu tun ist, welche Umsätze realistisch sind und wo Ihr Prozess verbessert werden kann.