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Outtasking

Auslagerung einzelner IT-Aufgaben, nicht ganzer Services.

Outtasking ist die gezielte Auslagerung einzelner, klar abgegrenzter IT-Aufgaben an externe Spezialisten – ohne einen kompletten IT-Service oder den gesamten IT-Betrieb abzugeben. Im Unterschied zu klassischen Outsourcing- oder Managed-Services-Modellen bleibt die Gesamtverantwortung meist im Unternehmen; extern wird punktuell Kapazität, Know-how oder Umsetzungskraft eingekauft.

Was bedeutet Outtasking in der Praxis?

Beim Outtasking definieren Sie eine konkrete Aufgabe (z. B. „Microsoft 365 einrichten“, „Firewall-Regeln prüfen“, „Backups testen“) und beauftragen dafür einen Dienstleister – häufig mit einem klaren Ergebnis, Zeitrahmen und Fixpreis oder Stundenkontingent. Outtasking eignet sich besonders für Unternehmen ohne eigene IT-Abteilung, weil Sie damit schnell auf Experten zugreifen können, ohne eine langfristige Betriebsorganisation aufbauen zu müssen.

Wie funktioniert Outtasking? (typischer Ablauf)

  • Aufgabe abgrenzen: Was genau soll erledigt werden, was ist „fertig“, welche Systeme sind betroffen?
  • Rahmen klären: Zugänge, Sicherheitsvorgaben, Datenschutz, Ansprechpartner, Zeitfenster.
  • Leistung beauftragen: Angebot nach Aufwand/Ergebnis; optional mit kleinen SLAs für Reaktionszeiten.
  • Umsetzung & Dokumentation: Dienstleister liefert Ergebnis (z. B. Konfiguration, Report, Runbook).
  • Übergabe: Wissenstransfer, Zugangsdaten/Änderungen, nächste Schritte (Betrieb, Monitoring).

Beispiele für typische Outtasking-Aufgaben

  • IT-Basis: Geräte-Setup, Benutzeranlage, Rechtekonzepte, WLAN-Optimierung.
  • Security: Patch-Checks, MFA-Rollout, Security-Audit, Backup-Restore-Test.
  • Cloud & Tools: Microsoft 365/Google Workspace konfigurieren, E-Mail-Migration.
  • Automatisierung: einfache Workflows mit Automatisierung (Automation) oder n8n, z. B. Ticket-Erstellung aus Formularen.
  • KI-Pilotprojekte: Proof-of-Concept mit ChatGPT oder Generative KI (Generative AI), z. B. interne FAQ-Antworten mit klaren Datenquellen.

Warum ist Outtasking wichtig (gerade ohne interne IT)?

Outtasking reduziert Risiko und Komplexität: Sie kaufen genau die Leistung ein, die Sie gerade brauchen, und vermeiden Overhead für dauerhaften Betrieb. Gleichzeitig behalten Sie Kontrolle über Prioritäten und Budget. Besonders wertvoll ist das, wenn Aufgaben selten anfallen (z. B. einmalige Migration) oder spezielles Wissen erfordern (z. B. Security-Härtung).

Outtasking vs. Managed Services – kurz abgegrenzt

  • Outtasking: einzelne Aufgaben/Ergebnisse, punktuell, oft projektartig; Verantwortung bleibt überwiegend bei Ihnen.
  • Managed Services: fortlaufender Betrieb ganzer Services (z. B. „Client Management“, „E-Mail-Betrieb“) inkl. Monitoring, Prozesse und häufig klaren SLAs.

Was kostet Outtasking?

Die Kosten hängen stark von Umfang, Kritikalität und Dokumentationsbedarf ab. Häufige Modelle sind Stundenpakete (z. B. 5–20 Stunden) oder Fixpreise für klar definierte Deliverables. Als grobe Orientierung: einfache Admin-Aufgaben starten oft im niedrigen dreistelligen Bereich, während Security-Checks, Migrationen oder Automatisierungen schnell in den mittleren bis höheren vierstelligen Bereich gehen können – je nach Umgebung und Abstimmungsaufwand.

Worauf sollten Unternehmen achten?

  • Klare Definition of Done: Welche Ergebnisse, welche Tests, welche Doku?
  • Zugriffs- & Sicherheitskonzept: MFA, least privilege, Protokollierung.
  • Datenschutz & AVV: Wenn Dienstleister Zugriff auf personenbezogene Daten hat, prüfen Sie AVV/DPA.
  • Wissen sichern: Änderungen dokumentieren lassen (Runbooks, Admin-Handbuch), sonst entsteht Abhängigkeit.

Richtig eingesetzt ist Outtasking ein pragmatischer Weg, IT professionell zu erledigen – ohne sich sofort an ein umfassendes Betriebsmodell zu binden.