SAllgemein

Security Awareness Training

Schulungen zu Phishing, Passwörtern, Datenhandling und Meldewegen.

Security Awareness Training sind regelmäßige Schulungen, die Mitarbeitende befähigen, Sicherheitsrisiken im Arbeitsalltag zu erkennen und richtig zu handeln – z. B. bei Phishing, Passwortschutz, sicherem Datenhandling und klaren Meldewegen. Ziel ist, menschliche Fehler zu reduzieren und Datenschutz- sowie IT-Sicherheitsanforderungen im Unternehmen praktisch umzusetzen.

Was umfasst Security Awareness Training in KMU?

In kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) ist Awareness besonders wirksam, weil wenige Personen oft viele Rollen übernehmen. Typische Inhalte sind:

  • Phishing & Social Engineering: Erkennen von gefälschten E-Mails, CEO-Fraud, SMS-Phishing, Telefonbetrug; Umgang mit verdächtigen Links/Anhängen.
  • Passwörter & Zugriffsschutz: starke Passphrasen, Passwortmanager, MFA/2FA, keine Passwortweitergabe, sichere Freigaben.
  • Datenhandling & Datenschutz: personenbezogene Daten korrekt speichern/teilen, „Need-to-know“, sichere Dateiübertragung, Umgang mit Auskunftsersuchen, Lösch- und Aufbewahrungsregeln.
  • Geräte- & Arbeitsplatzsicherheit: Bildschirm sperren, Clean-Desk, Updates, sicheres Arbeiten im Homeoffice, Umgang mit USB-Sticks.
  • Meldewege & Incident Response: wann und wie Vorfälle gemeldet werden (z. B. Phishing-Verdacht, verlorenes Gerät, Fehlversand), an wen (IT, Datenschutzkoordination, Geschäftsführung) und welche Infos nötig sind.

Wie funktioniert Security Awareness Training praktisch?

Wirksam wird Awareness, wenn sie nicht „einmal im Jahr als Pflichtfolie“ passiert, sondern als Prozess:

  • 1) Risiken festlegen: Welche Bedrohungen sind realistisch (z. B. Rechnungsbetrug, Ransomware, Fehlversand von Kundendaten)?
  • 2) Zielgruppen definieren: z. B. Buchhaltung (Rechnungsfreigaben), Vertrieb (Kundendaten), Führung (Berechtigungen).
  • 3) Kurzformate nutzen: 10–15 Minuten Micro-Learning, kurze Checklisten, Poster, „Phishing der Woche“.
  • 4) Üben statt nur erklären: Phishing-Simulationen, Rollenspiele zu Telefonbetrug, kurze Tests mit Feedback.
  • 5) Messen & nachsteuern: Klickrate bei Simulationen, Melderate, Zeit bis zur Meldung, wiederkehrende Fehlerquellen.

Warum ist Security Awareness Training wichtig (rechtlich & organisatorisch)?

Für KMU ist Awareness ein zentraler Baustein, um angemessene technische und organisatorische Maßnahmen im Sinne der DSGVO nachzuweisen (insbesondere Art. 32 DSGVO). Zudem senkt es das Risiko von Datenpannen, die ggf. meldepflichtig sind (Art. 33/34 DSGVO). Praktisch heißt das: Wer Mitarbeitende schult, dokumentiert und klare Prozesse etabliert, reduziert Vorfälle – und kann im Ernstfall besser belegen, dass das Unternehmen „angemessen“ gehandelt hat.

Beispiele aus dem Alltag

  • Phishing-Mail mit „M365-Passwort abgelaufen“: Mitarbeitende prüfen Absender/URL, melden den Verdacht sofort statt zu klicken.
  • Fehlversand von Kundendaten: Sofortige Meldung über einen klaren Kanal, damit schnell reagiert werden kann (Rückruf, Sperrung, Bewertung der Meldepflicht).
  • Umgang mit KI-Tools: Sensibilisierung, keine vertraulichen Daten in öffentliche Chats zu kopieren; Regeln zur Nutzung von ChatGPT oder Generative KI (Generative AI) im Betrieb.

Was kostet Security Awareness Training?

Die Kosten hängen von Format und Tiefe ab: von internen Kurzschulungen (geringe direkte Kosten) bis zu Plattformen mit Simulationen und Reporting. Typische Preistreiber sind: Anzahl Mitarbeitende, gewünschte Phishing-Simulationen, Dokumentation/Reports, individuelle Inhalte (z. B. für Buchhaltung) und ob externe Beratung/Workshops genutzt werden.