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VR-Games

Spiele in Virtual Reality, meist als Multiplayer- oder Location-Based-Erlebnis.

VR-Games sind Spiele, die in einer Virtual-Reality-Umgebung stattfinden und Nutzer per Headset in eine digitale 3D-Welt versetzen. Typisch sind Multiplayer-Erlebnisse, bei denen Teams gemeinsam Aufgaben lösen, sowie Location-Based-Angebote (z. B. VR-Arenen), in denen man sich frei im Raum bewegt und als Gruppe spielt.

Was bedeutet „VR-Games“ im Kontext von Automatisierung & Prozessen?

Auch wenn VR-Games primär Entertainment sind, werden sie in Unternehmen zunehmend als prozessnahes Trainings- und Simulationsformat genutzt: für Onboarding, Sicherheitsunterweisungen, Soft-Skill-Trainings (z. B. Kommunikation) oder das Üben standardisierter Abläufe. Der Bezug zur Prozessautomatisierung entsteht dort, wo VR-Games bzw. VR-Simulationen Messbarkeit, Standardisierung und Wiederholbarkeit in Trainingsprozesse bringen – ähnlich wie ein digitaler Workflow manuelle Arbeitsschritte in definierte, skalierbare Abläufe überführt.

Wie funktionieren VR-Games?

  • Hardware & Tracking: Ein VR-Headset (Standalone oder PC-gebunden) erfasst Kopf- und Handbewegungen. In Room-Scale- oder Free-Roam-Setups wird zusätzlich die Bewegung im Raum getrackt.
  • Interaktion: Controller oder Hand-Tracking ermöglichen Greifen, Zeigen, Werfen oder das Bedienen virtueller Werkzeuge.
  • Multiplayer-Logik: Mehrere Spieler sind in derselben virtuellen Session. Rollen, Aufgaben und Abhängigkeiten (z. B. „Person A hält, Person B schraubt“) erzeugen Teamdynamik.
  • Regeln & Ziele: Wie bei jedem Game gibt es klare Objectives (Rätsel lösen, Mission erfüllen, Zeitlimit), die Verhalten und Entscheidungen strukturieren.
  • Auswertung: Moderne VR-Setups können Datenpunkte erfassen (Zeit, Fehler, Abfolge von Schritten). Das ist die Brücke zu effizienteren, datenbasierten Trainingsprozessen.

Warum sind VR-Games (bzw. VR-Erlebnisse) für wachsende KMU interessant?

Wachsende KMU stoßen oft an Grenzen, wenn Wissen „nebenbei“ weitergegeben wird: Neue Mitarbeitende lernen durch Zuruf, Shadowing und individuelle Erklärungen – das skaliert schlecht. VR-Games können hier als standardisierte Lern- und Übungsumgebung dienen, um Abläufe einheitlich zu vermitteln. Besonders relevant ist das, wenn Fehler teuer oder gefährlich sind (Sicherheit, Maschinenbedienung, Lagerlogistik) oder wenn Teams verteilt arbeiten und dennoch ein gemeinsames Training brauchen.

Zusätzlich eignen sich VR-Games als Teamevent-Format, um Zusammenarbeit, Kommunikation und Rollenverteilung sichtbar zu machen. In Kombination mit einer strukturierten Nachbesprechung (z. B. After-Action Review (AAR)) lassen sich daraus konkrete Prozessverbesserungen ableiten: Wo entstehen Missverständnisse? Welche Übergaben sind unklar? Welche Checklisten fehlen?

Beispiele für prozessnahe Einsatzszenarien

  • Onboarding: Neue Mitarbeitende durchlaufen eine VR-„Mission“, die die wichtigsten Stationen, Regeln und Standards abbildet.
  • Sicherheits- und Notfalltraining: Gefährliche Situationen werden risikofrei simuliert (z. B. Evakuierung, Fehlbedienung).
  • Service- und Support-Simulation: Gesprächs- und Konfliktsituationen werden als interaktives Szenario geübt (mit klaren Bewertungskriterien).
  • Teambuilding mit Transfer: Multiplayer-VR-Aufgaben zeigen, wie gut Absprachen, Priorisierung und Rollen funktionieren – und liefern Ansatzpunkte zur Prozessklärung.

Was kostet das?

Die Kosten hängen stark vom Setup ab: Einfache VR-Games mit Standalone-Headsets sind vergleichsweise günstig (Hardware + Lizenzen). Location-Based- oder Free-Roam-Erlebnisse verursachen höhere Kosten durch Fläche, Betreuung und Infrastruktur. Für KMU ist entscheidend, ob VR nur als Event dient oder als wiederholbares Trainingsmodul – denn dann amortisiert es sich über Zeitersparnis und weniger Fehler.