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A2A (Agent-to-Agent) Protocol

Standard/Ansatz, damit Agenten untereinander Aufgaben koordinieren
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A2A (Agent-to-Agent) Protocol ist ein Standard bzw. ein Architektur-Ansatz, der festlegt, wie autonome Software-Agenten Aufgaben untereinander anfragen, verhandeln, aufteilen und Ergebnisse austauschen. Ziel ist, dass mehrere Agenten – oft auf Basis von AI Agents (KI-Agenten) und Large Language Model (LLM) – koordiniert zusammenarbeiten können, statt als isolierte Einzel-Chatbots zu agieren.

Was bedeutet A2A (Agent-to-Agent) Protocol?

„Agent-to-Agent“ beschreibt Kommunikation zwischen Agenten: Ein Agent kann einen anderen Agenten als „Spezialisten“ ansprechen (z. B. Recherche, Datenabfrage, Planung, Textgenerierung), Status abfragen, Ergebnisse entgegennehmen und die Gesamtaufgabe orchestrieren. Ein A2A-Protokoll standardisiert dabei Formate, Rollen, Zustände und Regeln – ähnlich wie APIs Standards für System-zu-System-Kommunikation schaffen.

Wie funktioniert ein A2A-Protokoll in der Praxis?

Je nach Implementierung variiert die Technik, aber typische Bausteine sind:

  • Agenten-Identität & Fähigkeiten: Agenten beschreiben, was sie können (z. B. „Kann Rechnungen prüfen“, „Kann Web-Recherche“), inklusive Limits und benötigter Berechtigungen.
  • Aufgaben- und Nachrichtenformat: Standardisierte Requests/Responses (oft strukturiert, z. B. via Structured Outputs (JSON Schema)), damit Agenten zuverlässig parsbar kommunizieren.
  • Handshakes & Zustände: Regeln für „Anfrage angenommen“, „in Bearbeitung“, „fehlende Infos“, „fertig“, „Fehler“ – wichtig für robuste Workflows.
  • Tool- und Datenzugriff: Agenten nutzen Tools über Function Calling / Tool Use oder Workflow-Systeme wie n8n; ein A2A-Standard definiert, wie Tool-Ergebnisse weitergereicht werden.
  • Governance & Sicherheit: Authentifizierung, Rechte, Logging, sowie Schutz vor Angriffen wie Prompt Injection oder Datenabfluss (z. B. PII).

Warum ist A2A wichtig?

Mit zunehmender Agenten-Nutzung entstehen schnell „Agenten-Silos“: Jeder Agent hat eigene Logik, eigene Formate und ist schwer kombinierbar. A2A schafft Interoperabilität und macht Multi-Agent-Systeme skalierbarer. Das ist besonders relevant, wenn unterschiedliche Teams/Tools beteiligt sind oder Agenten über mehrere Systeme hinweg arbeiten (CRM, Tickets, Dokumente, Datenbanken).

Wofür wird A2A eingesetzt? (Beispiele)

  • Customer Support: Ein Orchestrator-Agent verteilt Fälle an einen „Policy-Agent“ (Regeln), einen „RAG-Agent“ mit RAG (Retrieval-Augmented Generation) und einen „Tone-of-Voice-Agent“ – und führt die Antwort zusammen.
  • Automatisierung: In Automatisierung (Automation)-Setups (z. B. mit n8n) kann ein Agent die Planung übernehmen, ein anderer die Datenvalidierung, ein dritter die Ausführung/Tool-Aufrufe.
  • Analytik & Reporting: Ein Agent erstellt KPI-Fragen, ein anderer zieht Daten, ein dritter schreibt das Management-Update – mit klaren Übergaben und Statusmeldungen.

A2A vs. MCP – kurz abgegrenzt

Ein A2A-Protokoll fokussiert Agent-zu-Agent-Koordination (Delegation, Zustände, Ergebnisse). Model Context Protocol (MCP) ist stärker auf den standardisierten Zugriff eines Modells/Agenten auf Tools und Datenquellen ausgerichtet. In vielen Architekturen ergänzen sich beide: MCP für Tooling/Context, A2A für die Zusammenarbeit mehrerer Agenten.

Was kostet A2A?

Ein A2A-Protokoll ist kein einzelnes Produkt mit Fixpreis. Kosten entstehen durch Implementierung (Orchestrierung, Message-Formate, Security), Betrieb (Observability, Logging) und Modellnutzung (Token/Inference). In der Praxis hängt es stark von Komplexität, Anzahl Agenten, Compliance-Anforderungen und Tool-Integrationen ab.