Prompt Template (Prompt-Vorlage)
Eine Prompt Template (Prompt‑Vorlage) ist eine wiederverwendbare, standardisierte Struktur für KI‑Prompts, die feste Anweisungen mit Variablen (Slots) kombiniert. Statt jedes Mal neu zu formulieren, setzt du nur noch Werte wie Zielgruppe, Tonalität, Format oder Kontext ein. So werden Prompts konsistenter, schneller nutzbar und besser für Automatisierung geeignet.
Was bedeutet Prompt Template (Prompt‑Vorlage)?
„Template“ bedeutet Vorlage: Eine Prompt‑Vorlage ist ein Gerüst aus klaren Instruktionen (z. B. Rolle, Ziel, Output‑Format) plus Platzhaltern wie {produkt}, {zielgruppe} oder {sprache}. Das Ergebnis ist ein Prompt, der sich für viele ähnliche Aufgaben wiederverwenden lässt – etwa für Blog‑Briefings, Support‑Antworten, Sales‑E‑Mails oder Datenextraktion.
Wie funktioniert eine Prompt‑Vorlage?
- 1) Ziel definieren: Was soll das Modell liefern (z. B. „FAQ‑Antwort“, „Zusammenfassung“, „JSON“)?
- 2) Feste Regeln festlegen: Ton, Länge, Struktur, Do’s/Don’ts, Quellenpflicht, Formatvorgaben.
- 3) Variablen/Slots bestimmen: Welche Teile wechseln pro Anfrage (z. B. Branche, Produkt, Eingabetext, Sprache)?
- 4) Kontext einspeisen: Optional über Wissensblöcke, Beispiele oder externe Daten (z. B. via RAG (Retrieval-Augmented Generation)).
- 5) Ausführen & iterieren: Template testen, Schwachstellen (Unklarheiten, Halluzinationsrisiko) beheben und Versionen pflegen.
Beispiel (einfaches Template)
Vorlage: „Du bist {rolle}. Erstelle für {zielgruppe} eine {output_art} zum Thema {thema}. Nutze den Ton {ton}. Gib das Ergebnis als {format} aus. Nutze ausschließlich diese Infos: {kontext}.“
Instanz: Rolle=„B2B‑Redakteur“, Zielgruppe=„IT‑Leiter“, Output=„Checkliste“, Thema=„Einführung von AI Agents (KI-Agenten)“, Ton=„präzise“, Format=„Markdown“, Kontext=„…“
Warum sind Prompt Templates wichtig?
- Konsistenz: Gleiche Aufgaben führen zu vergleichbaren Outputs (wichtig für Teams und Markenstimme).
- Qualität & Kontrolle: Klare Regeln reduzieren Missverständnisse und senken das Risiko von Halluzinationen (Hallucinations).
- Skalierung: Templates lassen sich in Workflows einbauen, z. B. in n8n oder allgemein in Automatisierung (Automation).
- Wiederverwendbarkeit: Ein gutes Template spart Zeit und beschleunigt Prompt Engineering.
Prompt Template vs. „normaler“ Prompt
Ein normaler Prompt ist oft einmalig und situativ. Eine Prompt‑Vorlage ist dagegen modular, versionierbar und darauf ausgelegt, mit wechselnden Inputs zuverlässig zu funktionieren – besonders in produktiven Setups mit Large Language Model (LLM)‑APIs, Tool‑Aufrufen oder strukturierten Outputs (z. B. JSON).
Best Practices (kurz)
- Slots eindeutig benennen (z. B. {ziel}, {restriktionen}, {beispiele}).
- Output‑Format fixieren (z. B. Tabellen/JSON), um Nachbearbeitung zu minimieren.
- Beispiele hinzufügen (Few‑Shot), wenn das Modell sonst zu frei antwortet.
- Compliance bedenken: Keine sensiblen Daten in Templates; Anforderungen aus Datenschutz (DSGVO/GDPR) & KI berücksichtigen.
In der Praxis sind Prompt Templates ein zentraler Baustein, um KI‑Anwendungen mit ChatGPT oder anderen Modellen zuverlässig, teamfähig und automatisierbar zu machen.