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ComfyUI

Node-basierte Oberfläche für Stable-Diffusion-Workflows

ComfyUI ist eine node-basierte Benutzeroberfläche, mit der du Bildgenerierung und -bearbeitung mit Stable Diffusion als visuelle Workflows (Nodes + Verbindungen) aufbauen, testen und wiederverwenden kannst. Statt lange Prompt-Ketten „per Hand“ zu verwalten, kombinierst du Bausteine wie Modell, Prompt, Sampler, LoRA und Upscaling zu reproduzierbaren Pipelines.

Was bedeutet ComfyUI?

Der Name steht sinngemäß für eine „komfortable UI“ (User Interface) für Diffusion-Workflows. Gemeint ist vor allem: Du steuerst die Bildgenerierung nicht nur über Text, sondern über ein grafisches Flussdiagramm. Jeder Node übernimmt eine klar definierte Aufgabe (z. B. Prompt encoden, latentes Bild sampeln, VAE decoden), und die Verbindungen zeigen, wie Daten durch den Prozess laufen.

Wie funktioniert ComfyUI?

ComfyUI bildet den Stable-Diffusion-Prozess als Pipeline ab. Typischerweise läuft ein Workflow so ab:

  • 1) Modell laden: Auswahl eines Checkpoints (z. B. SD 1.5/SDXL) und ggf. zusätzlicher Komponenten.
  • 2) Prompting: Positive/negative Prompts werden über Text-Encoder in Embeddings umgewandelt (hier ist Prompt Engineering relevant).
  • 3) Sampling: Ein Sampler (z. B. Euler, DPM++) erzeugt aus Rauschen schrittweise ein latentes Bild (Parameter wie Steps, CFG, Seed).
  • 4) Decoding: Das latente Ergebnis wird über das VAE in ein sichtbares Bild decodiert.
  • 5) Post-Processing: Optional Upscaling, Face-Restore, Farbkorrektur, Inpainting/Outpainting oder Batch-Generierung.

Der große Vorteil: Du siehst und kontrollierst jeden Schritt. Das macht Experimente nachvollziehbar (z. B. „Was ändert sich, wenn ich nur den Sampler tausche?“) und erleichtert das Debugging, wenn Ergebnisse unerwartet ausfallen.

Wofür nutzt man ComfyUI in der Praxis?

  • Reproduzierbare Bild-Workflows: Gleiche Seeds, gleiche Nodes, gleiche Ergebnisse – ideal für Teams und wiederkehrende Assets.
  • Modulare Pipelines: Baue Vorlagen für Produktbilder, Social Creatives oder Concept Art und ersetze nur Inputs (Prompt, Referenzbild, Stil).
  • Erweiterungen wie LoRA: Mit LoRA kannst du Stile/Charaktere gezielt hinzufügen und im Workflow ein- oder ausblenden.
  • Fortgeschrittene Techniken: ControlNet-ähnliche Steuerung, Inpainting, Masken, Multi-Stage-Upscaling, Batch-Queues.

Beispiel: Ein E-Commerce-Workflow kann aus „Produktfoto → Hintergrund entfernen → Stil-LoRA anwenden → SDXL-Render → Upscale → Export in mehreren Formaten“ bestehen – als wiederverwendbare Node-Kette.

Warum ist ComfyUI wichtig?

ComfyUI ist besonders wertvoll, wenn du über „ein Prompt, ein Bild“ hinausgehst. Durch die visuelle Struktur werden komplexe Abläufe verständlich, versionierbar und leichter zu automatisieren. In Kombination mit Tools wie n8n und Automatisierung (Automation) lassen sich Workflows sogar in größere Pipelines integrieren (z. B. automatische Generierung von Varianten, Benennung, Upload). Außerdem hilft die klare Pipeline-Darstellung, den Einfluss von Parametern auf die Inference besser zu verstehen.

Was kostet ComfyUI?

ComfyUI selbst ist in der Regel kostenlos (Open Source). Kosten entstehen vor allem durch die benötigte Rechenleistung: lokal (GPU/VRAM) oder in der Cloud (GPU-Stunden). Preisfaktoren sind Modellgröße (z. B. SDXL), Auflösung, Steps, Batch-Größe und zusätzliche Upscaling-Schritte.