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AI Procurement (KI-Beschaffung)

Auswahl/Einkauf von KI-Tools inkl. Risiko-, Rechts- und IT-Prüfung

AI Procurement (KI-Beschaffung) bezeichnet den strukturierten Auswahl- und Einkaufsprozess für KI-Tools und -Services – inklusive fachlicher Bewertung, IT- und Sicherheitsprüfung, Datenschutz- und Rechtscheck sowie der vertraglichen und organisatorischen Absicherung. Ziel ist, KI schnell nutzbar zu machen, ohne Compliance-, Kosten- oder Sicherheitsrisiken in die Organisation zu holen.

Was umfasst AI Procurement konkret?

Im Unterschied zum klassischen Software-Einkauf müssen bei KI-Lösungen zusätzliche Fragen beantwortet werden: Welche Daten werden verarbeitet? Wie verlässlich sind Ergebnisse? Wie werden Modelle aktualisiert? Und wer haftet bei Fehlern? AI Procurement verbindet daher Einkauf, IT, Informationssicherheit, Datenschutz, Legal und die Fachbereiche.

Wie funktioniert AI Procurement? (typischer Ablauf)

Beispiel aus der Praxis

Ein Unternehmen möchte einen internen Wissensassistenten bauen. AI Procurement klärt zuerst, welche Daten in den Assistenten dürfen (PII ja/nein), ob Antworten Quellen brauchen (z. B. Citations (Quellenangaben) in LLMs), und ob ein RAG-Ansatz mit Vektorsuche sinnvoll ist. Danach werden Anbieter anhand von Datenresidenz, Sicherheitsfeatures, Kosten pro Token (siehe Cost Optimization (Token-Kostenoptimierung)) und Integrationen (SSO, M365, Ticketsystem) verglichen. Erst nach PoC, Datenschutz-Freigabe und Vertrag wird produktiv ausgerollt – mit Monitoring und klaren Verantwortlichkeiten.

Warum ist AI Procurement wichtig?

KI-Einkauf ohne strukturierte Beschaffung führt häufig zu Schatten-IT, unklaren Datenflüssen, rechtlichen Risiken und unkontrollierbaren Kosten. AI Procurement schafft Transparenz, reduziert Sicherheits- und Compliance-Risiken und sorgt dafür, dass KI-Lösungen messbar Nutzen liefern – statt nur „spannende Tools“ zu sein.