LAllgemein

Llama.cpp

Open-Source Runtime zum Ausführen quantisierter LLMs lokal auf CPU/GPU.

Llama.cpp ist eine Open-Source-Runtime, mit der sich quantisierte große Sprachmodelle (LLMs) lokal auf CPU und – je nach Build – auch auf GPU ausführen lassen. Sie wurde bekannt, weil sie moderne Modelle (z. B. Llama-Familie) effizient „on-device“ nutzbar macht: ohne Cloud, oft mit geringem RAM-Verbrauch und mit Fokus auf schnelle Inferenz.

Was ist Llama.cpp?

Llama.cpp ist ein in C/C++ implementiertes Projekt, das die Ausführung (Inference) von Large Language Model (LLM)-Modellen auf Endgeräten optimiert. Der Kernnutzen liegt darin, dass Modelle in quantisierten Formaten (z. B. 8-bit/4-bit) deutlich weniger Speicher benötigen und dadurch auf Laptops, Workstations oder sogar kleinen Servern laufen können. Das ist besonders relevant für Datenschutz, Offline-Nutzung und Kostenkontrolle.

Was bedeutet „quantisiert“ in diesem Kontext?

Quantisierung reduziert die numerische Genauigkeit der Modellgewichte (z. B. von 16-bit auf 8-bit oder 4-bit). Dadurch sinken RAM- und Speicherbedarf stark, oft bei moderatem Qualitätsverlust. In Kombination mit optimierten Matmul-Kernen und CPU-Vektorisierung kann Llama.cpp so auch ohne High-End-GPU praktikable Antwortzeiten erreichen. Das Thema hängt eng mit Quantization (Quantisierung) und Inference zusammen.

Wie funktioniert Llama.cpp? (vereinfacht in Schritten)

Wofür wird Llama.cpp genutzt? (typische Use Cases)

Warum ist Llama.cpp wichtig?

Llama.cpp senkt die Einstiegshürde für lokale generative KI: geringere Infrastrukturkosten, bessere Kontrolle über Datenflüsse und die Möglichkeit, KI-Funktionen auch ohne stabile Internetverbindung bereitzustellen. Gleichzeitig zwingt es zu einem bewussten Umgang mit Grenzen lokaler Inferenz: kleinere Modelle, begrenztes Kontextfenster und mögliche Qualitätsverluste durch Quantisierung. Für viele Anwendungen (Support-FAQ, interne Wissenssuche, strukturierte Extraktion) ist das jedoch ein sehr guter Trade-off.

Praxisbeispiel

Ein Unternehmen möchte interne Richtlinien durchsuchen, ohne Dokumente in die Cloud zu laden. Es betreibt ein quantisiertes Modell über Llama.cpp lokal, baut darüber eine RAG (Retrieval-Augmented Generation)-Pipeline mit Embeddings und Vektorsuche und integriert das Ganze in einen n8n-Workflow: Nutzerfrage → Retrieval → Antwortgenerierung → Protokollierung. Ergebnis: schnelle, datenschutzfreundliche KI-Unterstützung im Intranet.