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Transformer-Architektur (Transformer Architecture)

Neuralnetz-Architektur mit Attention; Basis moderner LLMs.

Eine Transformer-Architektur ist eine Neuralnetz-Architektur, die Informationen mithilfe von „Attention“ (Aufmerksamkeit) verarbeitet, statt Sequenzen strikt Schritt für Schritt abzuarbeiten. Dadurch kann das Modell relevante Teile eines Textes (oder anderer Daten) parallel gewichten und Zusammenhänge über große Distanzen erkennen – die Grundlage vieler moderner Large Language Model (LLM)-Systeme und Anwendungen wie ChatGPT.

Was bedeutet „Transformer-Architektur“?

„Transformer“ bezeichnet ein Modell-Design aus der Deep-Learning-Forschung (bekannt geworden durch „Attention is All You Need“), das besonders gut mit Sequenzen umgehen kann: Text, Code, Audio-Frames oder Bild-Patches. Der Name spielt darauf an, dass das Modell Eingaben in eine neue Repräsentation „transformiert“, indem es die wichtigsten Beziehungen zwischen Tokens (z. B. Wörtern oder Wortteilen) lernt.

Wie funktioniert eine Transformer-Architektur?

Vereinfacht läuft die Verarbeitung in mehreren Schichten ab, die jeweils ähnliche Bausteine enthalten. Typische Schritte sind:

  • Tokenisierung & Embeddings: Text wird in Tokens zerlegt und in Vektoren übersetzt (siehe Embeddings). Zusätzlich kommen Positionsinformationen hinzu, damit Reihenfolgen nicht verloren gehen.
  • Self-Attention: Jedes Token „schaut“ auf andere Tokens und berechnet, welche davon für die aktuelle Bedeutung wichtig sind. So kann das Wort „Bank“ je nach Kontext „Geldinstitut“ oder „Sitzbank“ bedeuten.
  • Multi-Head Attention: Mehrere Attention-„Köpfe“ betrachten den Kontext parallel aus verschiedenen Perspektiven (z. B. Syntax, Semantik, Referenzen).
  • Feed-Forward-Netzwerke: Nach der Attention wird die Information pro Token weiter nichtlinear verarbeitet, um komplexe Muster zu lernen.
  • Residual Connections & Normalisierung: Stabilisieren das Training, damit sehr tiefe Netze zuverlässig lernen.

In der Praxis gibt es Varianten: Encoder-Only (z. B. für Klassifikation), Decoder-Only (typisch für Textgenerierung in Generative KI (Generative AI)) oder Encoder-Decoder (z. B. Übersetzung). Viele LLMs sind Decoder-Only-Transformer, die das nächste Token vorhersagen.

Warum ist die Transformer-Architektur so wichtig?

Transformer haben klassische RNN/LSTM-Ansätze weitgehend abgelöst, weil sie:

  • Parallelisierbar sind (Training auf GPUs/TPUs effizienter),
  • lange Abhängigkeiten besser modellieren (Kontext über viele Tokens),
  • skalieren: Größere Modelle + mehr Daten führen oft zu deutlich besseren Fähigkeiten (Reasoning, Zusammenfassen, Code).

Das ist zentral für Inference in Chatbots, Assistenzsystemen, Textanalyse und Automations-Workflows, z. B. in Kombination mit n8n und Automatisierung (Automation).

Wofür wird sie in der Praxis genutzt? (Beispiele)

Grenzen & typische Herausforderungen

Transformer können trotz beeindruckender Leistung falsch klingende Antworten erfinden (siehe Halluzinationen (Hallucinations)). Außerdem steigen Rechenkosten mit der Kontextlänge, und es gibt Anforderungen an Sicherheit, Compliance und Datenverarbeitung (z. B. Datenschutz (DSGVO/GDPR) & KI, AI Governance, EU AI Act). In produktiven Umgebungen werden daher oft Monitoring, Versionierung und Deployment-Prozesse aus MLOps ergänzt.