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EU AI Act: Technische Dokumentation

Nachweis-Paket zu Modell, Daten, Risiken, Tests und Betrieb

EU AI Act: Technische Dokumentation bezeichnet das strukturierte Nachweis-Paket, mit dem Anbieter (Provider) und in Teilen auch Betreiber (Deployer) eines KI-Systems belegen, dass ihr System die Anforderungen des EU AI Act erfüllt. Es bündelt Informationen zu Modell und Zweck, Daten, Risikomanagement, Tests, Betrieb, Monitoring und Governance – damit Behörden, Auditoren und interne Stakeholder die Konformität nachvollziehen können.

Was gehört typischerweise in die technische Dokumentation?

Der Umfang hängt stark davon ab, ob es sich um ein Hochrisiko-System oder z. B. ein General-Purpose-Modell handelt. In der Praxis umfasst die Dokumentation häufig:

Wie funktioniert das in der Praxis (Beispiel)?

Ein Unternehmen integriert ChatGPT in einen Support-Workflow, ergänzt durch RAG (Retrieval-Augmented Generation) mit internen Wissensartikeln. Die technische Dokumentation beschreibt dann u. a.:

Warum ist die technische Dokumentation so wichtig?

Sie ist der zentrale Beleg für „Compliance by Design“: Ohne nachvollziehbare Dokumentation sind Konformitätsbewertung, Audits, interne Freigaben und sichere Skalierung kaum möglich. Gleichzeitig hilft sie operativ – als „Single Source of Truth“ für MLOps/LLMOps, Security, Legal und Produktteams.

Hinweis: Der EU AI Act ist der rechtliche Rahmen; die technische Dokumentation ist das praktische Artefakt, das diesen Rahmen in überprüfbare Nachweise übersetzt (siehe auch EU AI Act).