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OpenAI Structured Outputs (Responses API)

Mechanismus für valide, schema-konforme JSON-Ausgaben aus LLMs.

OpenAI Structured Outputs (Responses API) ist ein Mechanismus in der OpenAI Responses API, der dafür sorgt, dass ein Modell valide und schema-konforme JSON-Daten ausgibt. Statt „freiem Text, der irgendwie nach JSON aussieht“, erhältst du strukturierte Ergebnisse, die ein vorgegebenes JSON Schema erfüllen – ideal für Automationen, Datenextraktion und zuverlässige Tool-Workflows.

Was bedeutet „Structured Outputs“ in der Responses API?

„Structured Outputs“ bedeutet: Du definierst vorab die gewünschte Datenstruktur (Felder, Datentypen, Pflichtfelder, erlaubte Werte etc.) und das Modell muss seine Antwort exakt in dieser Struktur liefern. Damit sinkt das Risiko von Parsing-Fehlern, fehlenden Feldern oder ungültigen Datentypen – ein typisches Problem bei klassischen Large Language Model (LLM)-Antworten.

Wie funktioniert OpenAI Structured Outputs (Responses API)?

  • 1) Schema definieren: Du beschreibst per JSON Schema, welche Felder erwartet werden (z. B. customer_name als String, priority als Enum, items als Array).
  • 2) Anfrage senden: Du übergibst Prompt + Schema an die Responses API (häufig in Kombination mit Tool-/Funktionsaufrufen, siehe Function Calling / Tool Use).
  • 3) Modell erzeugt strukturierte Ausgabe: Das Modell liefert JSON, das dem Schema entspricht (z. B. keine zusätzlichen Felder, korrekte Typen, Pflichtfelder vorhanden).
  • 4) Validieren & weiterverarbeiten: Deine Anwendung kann die Antwort direkt validieren und in Workflows (z. B. n8n oder Automatisierung (Automation)) übergeben.

Warum ist das wichtig?

In produktiven Systemen sind „fast richtiges JSON“ oder wechselnde Feldnamen teuer: Sie führen zu Workflow-Abbrüchen, manuellen Nacharbeiten und schwer reproduzierbaren Bugs. Structured Outputs schaffen hier Stabilität, weil sie die Schnittstelle zwischen Modell und Software „härter“ machen. Das ist besonders relevant für Agenten- und Orchestrierungs-Setups wie AI Agents (KI-Agenten) oder Agentic Workflow (Agenten-Workflow), in denen mehrere Schritte automatisch hintereinander laufen.

Typische Use Cases (mit Beispielen)

  • Strukturierte Datenextraktion: Aus E-Mails, PDFs oder Tickets Felder wie „Kundennummer“, „Problemkategorie“, „Frist“ extrahieren (siehe Structured Data Extraction (Information Extraction)).
  • Workflow-Automation: Ein LLM klassifiziert eine Anfrage und liefert JSON für den nächsten Schritt in n8n (z. B. Routing, Ticket-Erstellung, Priorisierung).
  • RAG-Pipelines: Bei RAG (Retrieval-Augmented Generation) kann das Modell Suchanfragen, Filter oder Zitations-Objekte strukturiert zurückgeben (z. B. Query + Top-K + Constraints).
  • Tool-Orchestrierung: Das Modell liefert Parameter für Tools/API-Aufrufe zuverlässig, was in Tool Calling Orchestration (Tool-Orchestrierung) entscheidend ist.

Structured Outputs vs. JSON Mode

Im Vergleich zu JSON Mode (Strict JSON Output) geht es bei Structured Outputs nicht nur darum, „gültiges JSON“ zu erzeugen, sondern darum, dass die Ausgabe einem konkreten Schema entspricht (z. B. Pflichtfelder, Enumerationen, verschachtelte Objekte). Dadurch wird die Ausgabe deutlich verlässlicher für produktive Integrationen.

Best Practices

Unterm Strich ist OpenAI Structured Outputs (Responses API) ein zentraler Baustein, um LLMs von „Chat-Antworten“ zu verlässlichen Komponenten in Software- und Automationssystemen zu machen – mit klaren Datenverträgen statt unberechenbarer Freitext-Ausgaben.